Das Opfer, der Burner…

Antisemitismus von linksDass Amerika angeblich die gleichen Verbrechen verübte, die sie ihrer deutschen Elterngeneration vorhielten, gab den jungen Linken das gerade noch so vehement negierte Vaterland zurück. Im projektiven antifaschistischen Widerstand gegen die USA bügelten sie den nationalen Selbstverlust aus, den Deutschland durch die unvergleichliche Katastrophe des Nationalsozialismus erlitten hatte. Im Kampf gegen Nazi-Amerika konnte man jetzt endlich wieder ein guter Deutscher sein. Der Antiamerikanismus der Linken war die einzig zeitgemäße Möglichkeit, den nationalen Widerstandsgeist gegen die fremden Eroberer zu retten.

Was Richard Herzinger und Hannes Stein hier so vortrefflich im Bezug auf die USA auf den Punkt bringen, gilt ebenfalls für den von Linken verhassten Staat Israel, der passender Weise am 8. Mai diesen Jahres seinen 60. Geburtstag feiern konnte. Im projektiven antifaschistischen Widerstand halluzinieren radikale Linke islamistische Terrorrackets zu legitimen nationalen Befreiungsorganisationen und die Reaktion staatlich organisierter Militäreinheiten zum Terrorismus. Ganz im Gegensatz zu ihrem auserkorenen Vordenker, Leo Davidowitsch Bronstein, sind gerade die Trotzkisten in Sachen Antisemitismus absolute internationale Weltklasse. Doch um endlich zum Angriff überzugehen, muss vorerst die Rolle als verfolgte antifaschistische Unschuld reklamiert werden. David Schultz aka Holger Burner, der Chefrapper der trotzkistischen Vereinigung namens SAV, hat diese Aufgabe - wie man in seinem Blog nachlesen kann - freiwillig übernommen: (Continued)

Argumente statt Betroffenheit…

Es war einmal, vor langer Zeit…

Argumente wurden zu Waffen in einem Streit, der nicht einfach in der nächsten Koalitions- oder “Konsensrunde” aufgelöst werden konnte. Hinter den Kombattanten der Wortschlachten standen symbolisch noch die Armeen zur stellvertretenden Befreiung der Menschheit beziehungsweise zu ihrer Rettung vor den kommunistischen Horden aus dem Osten. Geschichte war kein musealer Begriff wie heute, sondern gesättigte, leidenschaftliche, oft auch schmerzhafte Gegenwart. Es gab noch echte Vertriebene, echte Kommunisten und echte Reaktionäre.

Viele der älteren Protagonisten waren noch in der Ära von Weimarer Republik, Hitlerfaschismus und Weltkrieg groß geworden – ein einzigartiger biografischer wie politischer Referenzrahmen, den kein weißes Betroffenensofa bei “Anne Will” ersetzen kann. Ein Kurt Beck wäre damals allenfalls Kassierer des SPD-Ortsvereins Bad Kreuznach geworden.

Das makabere Credo von der ‘Gnade der späten Geburt’, entpuppt sich in der heutigen Realität als Schimäre:

Aber man darf nicht ungerecht sein. Für die Zeiten, in die jemand hineingeboren und womöglich zum Politiker wird, kann der einzelne nichts. Und: Auch in den vermeintlich “guten alten Zeiten” gab es jede Menge Taktik und Kleinklein, Missgunst und Intrige, Mittelmaß und Peinlichkeit. Der Unterschied: Damals mussten noch allerlei Grundsteine gelegt werden, der Horizont einer anderen Wirklichkeit leuchtete noch in satten Farben.

So machte eine ganze Generation neben allem – unvermeidlichen – Parteienstreit, neben Grabenkampf und spontanem Dampfablassen auf dem Parteitag eine Erfahrung, die durch die Herrschaft des nationalsozialistischen Terrors schon beinah ausgelöscht schien: die Leidenschaft fürs Argument, für die Macht des Wortes und die angewandte Vernunft in einem politischen System, das eben nicht auf Herrschaft, Gewalt und Vernichtungsdrohung aufgebaut sein sollte, sondern auf der Idee vom friedlichen Ausgleich der Interessen, wer will: auf den herrschaftsfreien Diskurs.

Aber lesen Sie einfach selber Mohr…

Scheen ist es auf der Welt zu sein…

sagt die Biene zum Stachelschwein. Es sei denn, ein Howard Carpendale Konzert spült massenweise hässliche Menschen in meine Straße, so wie gestern Nacht…

Jedes Gesicht ein Horrorszenario. Eine Art Hate-Parade der Schlagermumien schlängelte sich durchs Kiez. Was bleibt? Der Sonne entgegen, über den Wolken, soll die Freiheit bekanntlich grenzenlos sein, alle Ängste, alle Sorgen, seien darunter verborgen…

Ich seh ihnen noch lange nach. Seh sie die Stufen erklimmen. Bis die Gesichter nach und nach ganz im Regengrau aus meiner Straße verschwinden… Grönemeyer kann nicht tanzen, Reinhard Mey nicht singen, Carpendale kann beides nicht. Und trotzdem strömen tausende unsäglich bescheuerte Hackfressen zu seinem Konzert. Weiß der Geier woher diese Schlagerjunkies mal wieder ausgebrochen ist, die Hälfte kam jedenfalls aus Brandenburg…die andere aus der Anstalt (aka Seniorenheim).
Roy “The Black Snoop” Dog bitte übernehmen Sie!

Muss es ‘heraus’ zum 1. Mai sein?

So wird's einfach laufen...!Gefordert wird ja ‘heraus’ zum 1. Mai: ob nun auf eine der Museumsdemos oder auf das Myfest. Ich weigere mich aber herauszukommen. Es wird ganz bestimmt regnen und selbst wenn es nicht regnet, wird das Wetter bestimmt nicht so gut, wie es sein müsste um noch Überredungskraft zu besitzen.

Ich hab überhaupt keinen Bock auf die bierselige Ochlokratie, die morgen Berlin regieren wird: die deutsche Linke und andere Austellungsstücke in Kreuzberg und Umgebung und der druffe Durchschnittsdeutsche tingelt da und überall sonst auf’m Fahrrad durch die Stadt. Wenn Herrentag und 1. Mai zusammenfallen öffnet sich Pandoras Büchse - da kann auch der Regen nichts mehr ausrichten.

Deshalb die Frage: Was machen denn gescheite Menschen morgen?

Tempelhof-Entscheid: Pflügers Bruchlandung

Eigentlich sollte es der Anfang vom Ende der rot-roten Koalition in Berlin werden, doch der Volksentscheid über die Weiternutzung des Flughafens Tempelhof ist nach Auszählung von 93,5 Prozent der Stimmen gescheitert. Und somit auch Friedbert Pflügler als nächster CDU-Bürgermeisterkandidat. Wer gemeinsam mit der FDP, der Unterstützung einiger Wirtschaftsverbände und große Teile der Berliner Presselandschaft gerade einmal 20,7 Prozent der Wählerstimmen einfährt, der kann einpacken. Noch einmal Millionen in einem Wahlkampf zu versenken, der von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, dass macht nicht einmal die extrem geschwächte Hauptstadt-CDU mit. Stattdessen wird dann womöglich der mausgraue Ingo Schmitt in die Schlacht geworfen. Begründung: Er ist wenigstens ein Berliner…

Doch auch so wird es die Frontstadt-CDU nicht schaffen. Gegen eine urbane Wählerklientel die sich zumeist aus den konservativen ländlichen Regionen (Schwaben, Bayern, Thüringen, Sachsen, Hessen) rekrutiert, weil sie wenigsten halbwegs aus dem Mief ausbrechen will, kann man mit der alten Mauerrhetorik einfach nicht mehr gewinnen. Zumal eben jene Frontstadt-Berliner die die CDU wählen würden, wenn Sie können in den Brandenburger Speckgürtel wegziehen und somit ebenfalls langfristig wegfallen. Eine moderne Großstadt-CDU - wenigstens in Ansätzen - gibt es derzeit nur in Hamburg, der Stadt die wenigstens ein Tor zur Welt hat. In der Berliner CDU ist dieses Tor immer noch durch eine Mauer vernagelt. Da kann der Pflügler noch soviele rappende Jugendliche via Youtube in die Spur schicken, es nützt nix, der alten Dame CDU reicht ein ideologisches Facelifting schon lange nicht mehr…

Vielleicht ist die Tempelhof-Kampagne ja aber auch das Gesellenstück von Friedbert Pflügler, und wenn alles gut läuft wird er - nach dem er von seinen Ämter zurückgetreten ist - neben dem Chef der Interessengemeinschaft Berlin Tempelhof (ICAT e. V.) ebenfalls bald Geschäftsführer bei einer privaten Fluglinie. Gerüchteweise soll man da ja auch mehr verdienen als der Regierende Bürgermeister…

30 Jahre Scum

AnarchofeminismusScum als solchen gibt es natürlich viele Jahre mehr und wird es auch immer geben, egal wie oft Fußballfans, ihn auffordern nach Hause zu gehen. Darum soll es aber nicht gehen: Die Welt feiert heute das 30-jährige Jubiläum der Gründung von S.C.U.M., der Society for Cutting up Men, eine durchgeknallte Initiative einer ebenso durchgeknallten Valerie Solanas, die zum Einen durch ihren Männerhasserclub, zum Anderen durch den versuchten Mord an Andy Warhol Bekanntheit erlangte. Wie so viele hatte Solanas ihre ganz eigene Vorstellung einer geheilten Welt und propagierte die Vernichtung der Männer und den Aufbau einer exklusiv femininen Gesellschaft auf der Basis künstlicher Befruchtung, was sich fortan Anarnchofeminismus nennen sollte. Muss es einen beunruhigen, dass dieses Label von jungen Frauen auf Berliner Antifademos kreischend für sich beansprucht wird? Die Wurzeln des sogenannten Anarchofeminismus jedenfalls, sind nach der Lektüre des S.C.U.M. Manifests wenig rühmlich. Zart besaitet darf man als Anarchofeministin nicht sein, da Frau Solanas gelinde gesagt recht radikale Ideen hatte. Einige hat sie sich aber auch nur abgeguckt: die Nummer mit der Vergasung z.B. hat sie von Heinrich Himmler geklaut…aber lesen Sie selbst: (Continued)

Ein Herz für Deutschland…

Wenn es um China und Tibet geht, platzt den Tibetfans recht schnell die Hutschnur. Schon ein klein wenig Kritik an dem Gebaren der tibetischen Lamas und ehe man sich versieht wird man als Anhänger einer postkommunistischen Diktatur denunziert. Die von Tibetkritikern hevorgebrachten Argumente werden als haltlos bezeichnet, da ja die chinesische Regierung ebenso argumentiert. Alles in allem eine recht komfortable Position, doch, was wenn die halbwegs seriöse Presse aus Deutschland ebenfalls solch unappetitlichen Fakten ausgräbt? Was dann?

Den Oberkörper zur traditionellen Begrüßung gebeugt, in den Händen einen buddhistischen Gebetsschal - und auf dem Kopf einen Tropenhelm mit SS-Runen: So posierten deutsche Rasseforscher 1938 bei einer NS-Expedition ins bis dahin weitgehend unerforschte Tibet. Auf dem Dach der Welt sollte die Truppe aus Nazi-Deutschland Beweise für die Herkunft der arischen Rasse finden. Der “Reichsführer-SS” Heinrich Himmler war überzeugt, dass sich im Himalaja überlebende “Arier” einer untergegangenen, prä-antiken Zivilisation aus Atlantis über die Jahrtausende gerettet hätten. Als ein krudes Indiz für diese wirre Theorie musste das Hakenkreuz herhalten, im tibetischen Kulturkreis seit Jahrhunderten ein Glückssymbol.SPON

Klingt beinahe so als würde die prochinesische Fraktion gerade die Redaktion von Spiegel Online besetzt halten. Ist aber nicht so. Zwei Journalisten haben einfach einmal die Archive durchforstet:

Bleibendes Zeugnis der Tibet-Expedition ist der Dokumentarfilm “Geheimnis Tibet”, den die SS-Expedition auf dem Dach der Welt drehte. Die Uraufführung fand im Januar 1943 im Münchner Ufa-Palast statt. Nicht nur der berühmte schwedische Asien-Forscher und Nazi-Sympathisant Sven Hedin war begeistert - die Exotik des Himalaja faszinierte das vom Krieg langsam zermürbte Publikum und machte den Streifen an den deutschen Kinokassen zu einem echten Schlager, ja verursachte im Reich einen regelrechten Tibet-Rausch.

Tibet-Rausch? Den kenne ich irgendwoher. Medizinisch lässt er sich so zwischen Wahn und Halluzination verorten. Politisch zwischen linksradikal und rechtsextrem angesiedelt hat der Rausch in Deutschland seine endgültige Breitenwirkung erreicht. Doch wie bei jeder Droge wird der Kater recht bald einsetzen…

Der Film selbst projizierte alle NS-Klischees auf die Tibeter - die friedliebende Seite des Lamaismus blieb außen vor, stattdessen startete der Film mit einem tibetischen Kriegstanz. “Ihrem Kriegsgott beweisen sie die höchste Kraft, Härte und Zucht”, so der O-Ton. Auch Totenrituale, bei denen die Leichen der Verstorbenen von Geiern verzehrt werden, und vor allem das buddhistische Glückssymbol in der Form des Hakenkreuzes, das auch “das höchste und heiligste Symbol der Deutschen” sei, hatten es den Filmemachern besonders angetan. Das Propagandaministerium verlieh dem Tibet-Film denn auch alle Prädikate, die Nazi-Deutschland zu vergeben hatte: “Staatspolitisch wertvoll”, “künstlerisch wertvoll” und “Kulturell wertvoll”.

Tibet-Solidarität ist sogar heute noch “staatspolitisch wertvoll”. Stefan Wirner, der ehemalige Hausdrachen der linkspluralistischen Jungle World stellt dies - nach seinem übereilten Abgang aus der Redaktion - deutlich unter Beweis. Seine Parodie einer ehemals antinationalen Parole dient eigentlich nur dem Zwecke am Ende, ganz am Ende seiner politischen Irrfahrt, sein Herz für Deutschland wieder zu entdecken. Denn selbst solch erfahrene Geisterfahrer wie Wirner brauchen ein wenig Halt…

Once Again, Spielabbruch!

Während light-antideutsche Sonntagsreden (1,2) derzeit im linkspolitischen Lager Konjunktur haben, waren am Sonntag bei dem großangekündigten Solidaritätsbesuch einiger antifaschistischer Fussballfans beim Spiel TuS Makkabi Berlin gegen den BFC Viktoria 1889 gerademal 15 Hansel anwesend. Die stalinistischen Babelsberger Schaumschläger haben sich gar nicht erst blicken lassen und nach rund vierzig Minuten waren es dann auch nur noch 13 Tennis Borussia Fans die den Verbandsligisten TuS Makkabi unterstützten.

Während eines Zweikampfes zwischen der Nummer Zwei von Viktoria und einem farbigen Spieler von Makkabi fielen die Worte “Scheiß Neger”. Wegen des darauffolgenden Gerangel verteilte der völlig überforderte Schiedsrichter einige gelbe Karte. Interessanterweise gingen alle an Makkabispieler, während der Rassist von Viktoria straffrei ausblieb. Daraufhin betraten zwei TeBe-Fans die Tartanbahn und beschwerten sich lautstark. “Daraufhin ließ der Schiedsrichter den fälligen Freistoß für Makkabi nicht mehr ausführen und pfiff frühzeitig zur Halbzeit. Er erklärte gegenüber Viktoria dann, dass er nur wieder anpfeifen würde, wenn zwei der Störer (von uns) des Platzes verwiesen würden.” (1) Ein Schiedsrichterassistent eskalierte die Situation zusätzlich als er völlig unaufgefordert den aufgebrachten Fans zurief: “Ruhe jetzt ihr Chaoten!

Makkabi wechselte zur Halbzeit den farbigen Spieler, der beleidigt wurde, aus, weil dieser völlig fertig war und wohl mental nur schwer in der Lage gewesen wäre, das Spiel zu Ende zu führen. Der Trainer brauchte zwanzig Minuten um seine Spieler zu motivieren wieder auf den Platz zu gehen. Der Viktoria-Spieler mit der Nummer 2 spielte natürlich bis zum Schluß weiter. Zu guter letzt verweigerte der Schiedsrichter die Aufnahme der Beleidigung in den Spielbericht und ein Zuschauer echauffierte sich gut hörbar über den sogenannten “Rosenthal-Bonus”.

Der Vorsitzende des TuS Makkabi, Tuvia Schlesinger, ist über die Zunahme der Beschimpfungen auf den Fußball-Plätzen der Hauptstadt besorgt: “Wir von Makkabi haben schon den Eindruck, dass die Vorfälle zunehmen. Mittlerweile haben wir alle zwei, drei Wochen so eine Geschichte” so Schlesinger. Die Sorgen einiger TeBe-Fans ein möglicher Spielabbruch wäre den “bösen Linksradikalen” in die Schuhe geschoben worden, halte ich für eine Schimäre. Der TuS Makkabi braucht die Öffentlichkeit um wenigstens einigermassen gerecht behandelt zu werden. Wenn die Makkabi-Spieler den rassistischen und antisemitischen Anfeindungen der gegnerischen Spieler und Fans mehr oder minder allein ausgesetzt sind, ihnen niemand den Rücken stärkt, dann ist irgendwann die “Flasche leer”.

Ohne die Öffentlichkeit und das Schiedgericht sind die Verantwortlichen sowie die Spieler den Widrigkeiten der deutschen Verbandsliga beinahe schutzlos ausgesetzt. Die zahlosen Anfeindungen durch die Gegner und die Ungerechtigkeiten bei den Schiedsrichterentscheidungen können nur durch Druck von außen zurückgedrängt werden. Lieber tausende Spielabbrüche, als eine rassistische oder antisemitische Beleidigung auch nur ein einziges Mal unwidersprochen hinzunehmen…

Anmerkungen:

(1) User Pedro im Lila Kanal Forum

Schwarz-Weiß in Farbe

When things cast no shadow, müssen sie den Naturgesetzen entäußert sein. Wer daran schuld ist, wird derzeit auf der 5. Berliner Biennale für zeitgenössische Kunst ausgemacht. Eine schwarz-weiße Antwort in Farbe wurde schon gegeben, weitere werden sich wohl kaum unterscheiden. Der Schuldige ist das Objekt des strukturellen Antisemitismus, der sich auch auf dieser Ausstellung mit der Kritik der politischen Ökonomie verwechselt: Angeblich haben die Kapitalisten den Dingen ihren Schatten genommen. (Continued)

Speed, Fussball und Islam

Manchmal klappt noch etwas, so wie das Kommando “Tito von Hardenberg” den “boulevard-medialen Komplex” mit ein, zwei Kniffen ins Schleudern gebracht hat, so ähnlich brachte wohl die Veranstalter einer sogenannten “kritischen Islamkonferenz” die vor über einem Monat hier geäußerte Kritik in die Bredouille. Zwar wurde zähneknirschend die bisher im Netz einzusehende Seite geändert, und per privater Kanäle ersucht, wer den der Autor der geharnischten Kritik war, aber letztendlich wird nur ein wenig Kosmetik aufgelegt und so getan, als wäre man an der Pleite nicht beteiligt, bzw. als hätte es sie nie gegeben.

Nirgends ist auf der Seite noch ein Hinweis darauf zu finden, dass bekennende Antisemiten zum Organisationskreis gehören, ebenfalls fehlt eine Auflistung der Veranstaltungen sowie der angefragten Redner, es scheint so als ob es noch viele kleine Scherben gäbe, die man wieder zu einem großen Ganzen zusammenfügen muss. Ich hoffe irgendwie, dass dies nicht so ohne weiteres gelingt…

Viel Glück dagegen wünsche ich einem Unterfangen, dass von hier aus ein wenig angeschoben wurde, und zwar per Publikumsbeschimpfung. Nach einigen Querlereien haben sich nämlich die Fans von Tennis Borussia und Babelsberg 030 “spontan” dazu entschieden, mal wieder ein Spiel des TuS Makkabi in größerer Formation zu besuchen, aus Solidarität. Obwohl meine Kritik wohl nicht nur den Salamipunkern “zu blöd” war und ein roter Möchtegernstar der sich im Stile der stalinistischen Gerüchteküche zu parteipolitischen Fragen äußert, die gar nicht zur Debatte standen, haben sich die Fans darauf verständig am 20 April gemeinsam zum Spiel TuS Makkabi zu pilgern… Gut so!

The Empire Strikes Back…

Der Kapitalismus ist ungeduldig geworden…egal, wie sehr er sich anstrengte, sich anschickte sauberer, freundlicher, sanfter und cooler zu werden: die kritischen Theoretiker, die Esoteriker, die Kommunisten, die Konservativen, die Nationalsozialisten, die Grünen, eigentlich alle, alle finden das Haar in der Suppe. Vor allem die vulgärmarxistische und die ökologische Linke sieht hinter seiner sich ständig verändernden Fassade stets das alte, rauchende, stinkende Monster, die übervölkerte Hütten in Manchester, den Bulldozer der nicht nur alles der Erde gleichmacht, sondern sie auch zerstört, stets nur das evil empire.

Das lässt er sich nicht mehr gefallen und rächt sich mit seinen eigenen Waffen: Im Fernsehen. Getarnt als Werbung für -was sonst?- zwei neue Autos.

Hannes Loh, halts Maul!

Bundestag brenn” war eine der vier wichtigen Hymnen der Autonomen in den 90er Jahren. Gesungen und getextet hatte Sie der heutige Gymnasiumslehrer und sogenannte linke HipHop-Experte Hannes Loh. Kool Savas fasste einmal das Oeuvre des blonden Rapengels in einer Line zusammen: ”Ich muss nicht biten, weil bei mir alles flowt. Du bist ein Typ, der Lügen verbreitet wie Hannes Loh!”.

Die allererste jener Lügen ist, dass der Herr Loh einer jener wackeren Kämpfer gegen das Böse im Deutschrap sei. Eine andere, dass er ein Experte ist…

PS: Die anderen drei Hymnen der Autonomen kann man jetzt auch via Internet sich zu Gemüte führen: Unsern Hass könnt ihr haben, unsere Lachen kriegt ihr nicht…