Atomkraftgegner, nein Danke!

Wer kennt sie nicht, diese unsäglichen Castoraktivisten? Schlecht gekleidet aber ökologisch bewusst, hocken sie in ihren WG`s, kochen gemeinsam Tofu und ärgern sich, weil sie eigentlich lieber ein Schweineschnitzel auf dem Teller hätten. Vielleicht auch um das zu verdrängen, saufen sie dann jeden Abend mit ihrer Ersatzfamilie und tüfteln nebenbei neue Strategien aus, um beim nächsten Castortransport den großen Wurf zu landen und endlich einmal ins Fernsehen zu kommen. Mutti und Vati sind dann hoffentlich stolz, sodass man die miefende Wohngemeinschaft endlich verlassen und wieder zuhause einziehen darf. 
 
Aber erzählen sie das mal einem dieser Graswurzelanarchisten! Der wird Ihnen diese Psychologisierung damit zu widerlegen glauben, dass er auf die gesellschaftliche Notwendigkeit einer Protestaktion in Zeiten wie diesen beinahe realpolitisch - kein Wunder, schließlich sitzen seine Genossen bei den Grünen - verweist. Möglicherweise haut Ihnen der militante Mediator aber auch einfach auf die Fresse. Die gerne im Munde geführte Rede vom Gewaltverzicht ist nämlich nur ein leerer Begriff. Wo auf Gewalt verzichtet werden muss, ist das Potential dazu nicht nur einfach vorhanden, sondern Risiko und Drohung zugleich. (Continued)

Observations

Das Leben ist ein Schaukasten. Nur eben keiner dieser transparenten Schatzkisten, die in Shoppingmeilen wie an einer Perlenkette aufgereiht der Neugier unumgehbare Fallen stellen. Nein, dem Auge schmeichelt es nicht immer, was es hie und da zu sehen bekommt. Dennoch nehmen wir gierig all die Eindrücke auf, die uns tagtäglich von allzu in sich gekehrter Geistestätigkeit abzulenken verstehen. Sie gefallen und stoßen uns ab, sie lassen uns lachen und weinen, sie stiften Sinn und rauben jede Hoffnung. Kurz: Sie sind bedeutsam. Und das paradoxerweise um so mehr, je weniger man darauf drängt, also aktiv und suchend beobachtet, anstatt sich vom Reiz überwältigen zu lassen. Einige dieser skurrilen und grotesken, meist unfreiwillig komischen Observationen werden in dieser Kategorie mit der gebotenen künstlerischen Freiheit dokumentiert.

“Wir reden in der Werbepause!”

Als gebildeter Mensch sollte man niedere Tätigkeiten nicht verrichten. Auch der sich in breiten Teilen der bildungslosen - oder sagen wir besser bildungssuchenden - Bevölkerung großer Beliebtheit erfreuende Sofasport vor dem heiligen Fernsehgerät wäre dieser Maxime nach eine Absage zu erteilen. Geboten erscheint lediglich die Präsenz von Intellektuellen im Fernsehprogramm, um der flächendeckenden Verblödung wenigstens etwas Raum und Sendezeit streitig zu machen und den Mob zu mündigen Menschen zu erziehen.

Doch da die geistige Elite in diesem Land der ebenso staatstreuen Mehrheit bekanntlich ohnehin nach dem Mund redet, sodass Elite und Mob sich nur anhand von Kreditkarte und Doktortitel unterscheiden, ist der Nutzen solcher Unternehmungen freilich obsolet. Womit wir wieder beim Tabu des Fernsehkonsums sind. Ein Tabu, dass, wie die folgenden Zeilen zeigen werden, ab und an von mir nicht nur gebrochen, sondern auf schändlichste Art und Weise der Lächerlichkeit preisgegeben wird. (Continued)

Confessions

Obgleich auch die ehrlichen und anständigen Publizisten immer für die Wahrheit schreiben, steckt auch immer etwas Lüge in ihren Schriften wie der Wurm selbst in den schönsten Bäumen. Mal tritt sie als verdrehte Tatsache auf den Plan, meist aber artikuliert sie sich stumm durch Aussparungen. Einige davon sind keinen Vorwurf wert, eher noch müsste man dem Gegenteil unansehnliche Freizügigkeit und übertriebene Offenheit vorwerfen. Andere Schatten aber wären es durchaus Wert ins Licht gerückt zu werden, was mit gutem Grund der Öffentlichkeit oft vorenthalten und hin und wieder sogar aus dem eigenen Bewusstsein verdrängt wird.
Günther Grass, der freilich niemals zu den „ehrlichen und anständigen Publizisten“ zählte und dennoch nicht von ungefähr das Gewissen der Nation verkörpern durfte, offenbarte vor einigen Monaten medienwirksam erst in der FAZ und dann in seiner Autobiographie, der Waffen-SS gedient zu haben. Doch da man bekanntlich schon in der Kindheit gelernt hat, nicht mit nackten Fingern auf angezogene Leute zu zeigen, lassen wir vom Bad Blog selbst hin und wieder die Hosen für Sie runter. Kriegen Sie das aber bloß nicht in den falschen Hals! Dank der Gnade der späten Geburt war niemand von uns in einer nationalsozialistischen Organisation und um den liberalen Leser nicht zu verstimmen, sollte auch erwähnt werden, dass weder frühere Mitglieder der SED noch ehemalige Stasi-Mitarbeiter unter uns weilen. Überdies rechnen wir uns keinesfalls einen kommerziellen Erfolg für unsere Ehrlichkeit aus. Selbstbewusst genug, glauben wir auch ohne Skandal und Sensation den Leser für uns gewinnen zu können. Die Geständnisse gibt es gratis dazu.

There is no Vietnow!

vietnow quelle: http://echo7.bigcartel.com/account/1413/3184/175.jpg Die europäischen Medien behaupten gerne und oft die Amerikaner würden im Irak ihr zweites Vietnam erleben. Ginge es nach der pazifistischen Journaille sollten die Amerikaner ruhig mal eins ausgewischt bekommen, damit sie lernen, dass man nicht wahllos andere Länder überfällt.
Die Anspielung auf Vietnam ist natürlich nicht zufällig gewählt und unheimlich wirkungsvoll. (Continued)

Regenbogenkoalition als Projektion.

Mkay, der gute Peter Nowak scheint da etwas durcheinander gebracht zu haben. In der Dezemberausgabe des Monatsmagazins Konkret verkündet er nämlich der Welt, eine sogenannte Querfront zwischen ‘Islamgegnern’ unterschiedlichster Couleur einschließlich der Neonazis aufgedeckt zu haben, ohne auch nur einen einzigen Beweis dafür zu liefern… (Continued)

Adolf in the middle…

Rechtsextremismus. Eine große Gefahr, muss bekämpft werden, rechtes Gedankengut, Nazischläger, Faschisten, NPD, Verbot, Gefahr für die Demokratie.

Der Rechtsextremismus wird bekanntlich zu einer Gefahr hochstilisiert, die er nicht ist. Was er ist, ist vor allem eine individuelle Gefahr für Leute, die in den Einflussbereich der Neonazis fallen und, als wäre das nicht genug, womöglich nicht in ihr Streichholzschachtelweltbild passen. Er ist ferner ein Schlag ins Gesicht der Überlebenden des Holocausts und deren Angehörigen, die in ihnen die Brutalität und Hässlichkeit des Nationalsozialismus verkörpert sehen. Eine Gefahr für die Demokratie besteht jedoch nicht.

Wie eine junge Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung eindrucksvoll belegt, sind statistisch die eigentlichen “Rechtsextremisten” viel eher die viel behangenen Bürger, die gegen “rechts” auf die Straße gehen. (Continued)

Zedern zu Zündhölzer…

Zedern zu Streichölzern. Copyright by the Egyptian Sandmonkey Gestern fiel der junge libanesische Industrieminister Pierre Gemayel einem Attentat zum Opfer. Es war der fünfte Politikermord in weniger als zwei Jahren, der den Zedernstaat erschüttert. Angefangen hatte alles mit dem Bombenanschlag auf den Ex-Premierminister Rafik Hariri Anfang 2005. (Continued)

Man kann nicht alles haben

Eigentlich könnte ich mich ja freuen, dass Al-Quaeda anfängt, sich auf Nasrallah einzuschiessen. Tu ich aber nicht.

Ein neuer Krieg im Libanon würde die Produktion und Verbreitung solcher Videos einschränken.

sudeltexxt.html

Lieber Herr Ackermann,

Wir haben recherchiert, wer diesen dummen Text einschließlich Morddrohung verfasst haben könnte und sind fündig geworden. Zu gegebener Zeit wird mehr über dieses Subjekt auf Kommunisten-Online nachzulesen sein.

Sollten Sie tatsächlich glauben, dass ich als Inhaber der Domain bad-blog.com mit dem Verfasser unseres Eingangstextes identisch bin, muss ich sie enttäuschen. Ich halte nur auf Veranlassung des BAfdBKS meinen Kopf für die Co-Diversanten hin – und werde meinen Ansprüchen entsprechend fürstlich für derlei Tun entlohnt.

Recherche ist verifizierte Schnüffelei. Ich bin zuversichtlich, dass bei Ihnen an der Verifikation ihrer Ergebnisse die sog. Recherche scheitern wird.

Es grüßt
Der Mann mit dem goldenen Colt

Der Bono des Islam

It’s not time to make a change,
Just relax, take it easy.
Cat Stevens – Father and Son

Es klingt wie der Plot eines sehr mittelmäßigen, esoterischen Romans, ist aber tatsächlich passiert: Cat Stevens, der erfolgreichste Folkbarde der 60er und 70er Jahre, macht in Malibu im sonnigen Kalifornien Urlaub - where the mountains meet the sea.

Man kann fest davon ausgehen, dass Herr Stevens dort in vollen Zügen die Früchte seiner 40 Millionen verkauften LPs, sowie eine ganz und gar unislamische Strandszenerie genoss, die dem serienkundigen Lustmolch aus Baywatch bekannt sein dürfte. Später wird er kommentieren, dass es dieser Lebensstil aus Reichtum und Kommerzialismus war, der ihn von seinem spirituellen Weg abgebracht hatte. Er hatte es nicht leicht, der Cat Stevens…
(Continued)

Heinersdorf, öffne dich!

Heinersdorf ist verrammelt und verriegelt. Fremde haben hier keinen Zutritt. Dafür sorgt der lokale Kreisverband der CDU in Zusammenarbeit mit den ‚ordentlichen ostdeutschen Jugendlichen’, die so häufig statt in der JU – regional bedingt - in der JN aktiv sind.

Die christlichen Gutmenschen jeglicher Couleur wollen ab jetzt dagegenhalten und rufen deshalb gebetsmühlenartig ‚Heinersdorf, öffne dich’. Ihr Anliegen ist es, für ein wenig Toleranz in der autochthonen Bevölkerung für das Anliegen der Ahmadiyya Gemeinde zu werben, die seit Monaten plant, eine Moschee in dem Berliner Ortsteil zu bauen. Der Kanon der christlichen Nächstenliebe gebietet es nämlich den örtlichen Pfaffen, zu verhindern, dass die Molotowcocktails an denen einige der Schäfchen zumindest schon im Geiste basteln, bald wirklich in das zu bauende Gebetshaus fliegen.

Und die an der Initiative beteiligten Lokalpolitiker müssen verhindern, dass der Bezirk Pankow durch den renitenten Stadtteil nicht noch mehr in Verruf gerät. Wer den regionalen Dialog der Wahnsinnigen mal live erleben will, dem sei hiermit empfohlen das Forum der neuen Bürgerinitiative ‚Heinersdorf, öffne dich’ mal aufzusuchen…

Ich wünsch viel Spaß, bei der kleinen Horrorshow…