Deutschland muss sich entscheiden?
Wednesday, January 31, 2007
Okay, die Überschrift des Redebeitrages von Matthias Küntzel auf der ILI - Demo gegen Ahmadineschad am 28. Januar 2007 in Berlin lässt zumindest etwas zu wünschen übrig. Mehr Realitätsbezug zum Beispiel. Oder etwas weniger ‘Deutschland’…
Howto
Tuesday, January 30, 2007
Es gibt, wie mein Vorredner zeigt, gute Gründe Bösewicht zu sein. Für AnfängerInnen in diesem Metier können 100 gute Tips nicht schaden.
Join the Movement!
Tuesday, January 30, 2007
Auf dem englischsprachigen Blog Sandstorming werden die neun besten Gründe aufgeführt ein übler Superschurke zu werden. Ich fasse zusammen:
1. Sie haben mehr Freunde
2. Sie können sich endlich einer dieser wahnsinnigen Lachen angewöhnen
3. Urplötzlich haben Sie Unmengen Geld für Unmengen an Gadgets
4. Heiße Frauen stehen auf üble Schurken
5. Sie werden nie Opfer eines landläufigen Todes wie Autounfall o.ä.
6. Keiner kann und wird Sie töten
7. Sie können jeden töten
8. Sie können tragen das unmöglichste Outfit tragen ohne Respektverlust
9. Egal, wie schwach Sie sich fühlen, wenn Sie’s clever anstellen, sind Sie immernoch stärker als der Held
Ausführliche Beschreibung hier…
Baha…Das!
Sunday, January 28, 2007
Ich hatte ursprünglich vor nur einen Kommentar zu Kollege Goldfingers Beitrag zu schreiben. Der ist dann so lang geworden, dass ich einen eigenen Beitrag verfasst habe, der aber als Kommentar zu behandeln ist.
Zu den Schlammschlachten der Berliner Szene und dem Ressentiment, was sich eben nicht nur bei den Berliner Linken, sondern auch bei den offenen Freunden, gegen das Magazin Bahamas erhebt, möchte ich nichts sagen. Ich war auch nicht bei der Veranstaltung gestern abend, weshalb ich dazu auch nichts sagen kann. Der Titel “Veranstaltung zur Rettung der Israelsolidarität” ist natürlich wie immer prätentiös aber das war sie auch schon immer und nie flammte die liberale Blogosphäre so auf, wie sie es jetzt tut, geeint im Spott über die sogenannten Bahamiten. Kommentare zu beidem erwünscht!
Die Vorwürfe die Redaktion Bahamas würde sich kindisch und unkooperativ verhalten sind teilweise richtig. Ich sehe jedoch nicht, lieber Herr Kollege Goldfinger, warum sie antisemitisch sein soll, wenn sie die gutmenschlichen Eskapaden der unterstützenden Gruppen aufdeckt und deshalb - völlig richtig vermutet -, dass die gar nicht anders können als eine solche Demo zu veranstalten. Schlussendlich ist mir nicht klar, warum die richtige inhaltliche Kritik der Bahamas am Stil der Demo nicht beachtet wird:
> Die Veranstalter scheuen sich offenbar die Demo mit Israel zu bewerben, weil mehr Leute gegen Ahmadinejad sind als für Israel. Sie haben bewusst einen demokratisch-europäischen Aufruf gewählt um die Leute nicht mit zu viel Israel-Kult zu verschrecken. Komme jetzt keiner damit, dass doch der Veranstalter “Ich mag Israel” heißen würde…
> Demonstrieren des Demonstrierens Willen ist auf gut Berlinerisch vorn Arsch jeknallt. Wenn schon demonstrieren dann mit einen konkreten politischen Ziel, einem konkreten Ereignis auf das man Bezug nimmt oder wie die Bahamas es formulierte: mit “geeignete[n] Mittel[n] des Protests”. Eine Massendemo gegen Ahmadinejad bringt eigentlich nur dann was, wenn sie in Teheran stattfindet. Eine sinnvolle inhaltliche Ausrichtung hätte darin bestanden die Appeasementpolitiker in Deutsch-EU und UN anzugreifen, die Ahmadinejad Rosen auf den Weg streuen und der einzige Grund sind, warum es noch Demonstrationen gegen ihn geben muss. Dies wäre auch aus praktischen Gründen sinnig, weil viele der deutschen Appeaser gleich nebenan an den “Futtertrögen der Macht” im Reichstag sitzen!
Baha… was?
Saturday, January 27, 2007
Weil die Grüne Woche schon anstrengend genug war, habe ich mich nicht dazu überwunden, dem antisemitischen Possenspiel einer weltanschaulich schiffbrüchigen Redaktion beizuwohnen.
Zum ganzen Themenkomplex antideutscher Verein vs. jüdische Vereine sollen dennoch ein paar wenig bekannte Fakten nicht verschwiegen bleiben:
- Der Redaktion Bahamas gelang es für ihre Pro-Israel Demonstration am 28. Juli 2006 die jüdische Gemeinde und andere (neuerdings “deutsche”) Vereine zu gewinnen
- Im Vorfeld der Demonstration machte sich die Redaktion Bahamas bei den mitveranstaltenden jüdischen (neuerdings “deutschen”) Organisationen besonders beliebt, indem sie ohne Absprache die entsprechende Pressekonferenz abhielt
- Ein Bahamas-Redakteur verwies eine Person mit schwarz-rot-goldener Flagge der Demo. Das war mit den mitveranstaltenden jüdischen (neuerdings “deutschen”) Organisationen nicht abgesprochen und wurde von diesen nicht gutgeheißen
- Auf der Abschlußkundgebung sprach Thomas von der Osten-Sacken als einziger Exponent der Antideutschen. Mit den üblichen Verdächtigen aus der Redaktion Bahamas wären die Gemeindevertreter und Michel Friedman nicht auf der Bühne erschienen
- Im Anschluss an die Demonstration äußerte eine Funktionärin der jüdischen Gemeinde, daß die Gemeinde nie wieder mit “solchen Leuten” kooperieren wolle
Ich vermute stark, dass diese Querelen Grund für die Redaktion Bahamas sind, den jüdischen (neuerdings “deutschen”) Organisationen in die Tour zu fahren. Ich weiß nicht, ob Herr Wertmüller heute Abend die eigenen Glanztaten in vergangenen Sternstunden deutschen Vereinswesens thematisiert. Sein deutscher Verein hatte jedenfalls schon zu viele Sternstunden.
Holocaust für alle?!
Saturday, January 27, 2007
Wieder eine neue Nachricht aus meiner zweiten Heimat…
…in Bolton in Lancashire gibt es den Holocaust nicht mehr.
Ja, Sie haben richtig gehört. Es gibt ihn schon noch, nur in Bolton gibt es ihn nicht mehr.
Warum fragen Sie sich? Schon zu lange her?
(Continued)
Quod erat demonstrandum…
Wednesday, January 24, 2007
Es gibt mal wieder etwas zu demonstrieren. Was genau, das bleibt bisher etwas unklar. Aber Streit gibt es trotzdem schon deswegen…
Die Empfehlung des Bad Blog Teams: Ruhig mal ne eigene Meinung bilden. Weshalb hier einfach alle Termine fürs kommende Wochenende angekündigt werden:
Samstag, der 27. Januar 2007
Die Leugnung des Holocaust ist die Ankündigung der Vernichtung
Veranstaltung anlässlich des Jahrestags der Befreiung von AuschwitzDie Veranstaltung fällt aus. Mehr Informationen hier:
Bündnis gegen Appeasement
Demonstriert gegen die gefährlichsten Politiker unserer Zeit!
Eine Veranstaltung zur Rettung der IsraelsolidaritätUhrzeit: 19 Uhr
Ort: Max & Moritz, Oranienstr. 162, Berlin, U-Bhf Moritzplatz
Veranstalter: Redaktion Bahamas
Sonntag, der 28. Januar 2007
Grossdemonstration gegen Ahmadineschad
Uhrzeit: 15.00 Uhr
Ort: Alexanderplatz
Veranstalter: I Like Israel, Honestly Concerned
Don’t Panic! She’s Islamic.
Monday, January 22, 2007
Folgende Kuriosität weiß EUROSOC zu berichten:
News today of yet another suspect attempting to flee disguised in full-length Islamic costume. Last month, it was reported that alleged cop-killer Mustaf Jamma was waved through customs at Heathrow airport dressed in his sister’s niqab. Now we hear that in 2005, one of the men wanted for attempting to massacre Londoners travelling on the Tube on July 21 attempted to flee the capital dressed in a burka.
Yassin Omar was filmed by CCTV cameras at a London bus station alongside his fiancee the day after the attempted suicide attacks. He was reportedly dressed in a burka, which he was still wearing when he got off the bus in Birmingham.
Die Geschichte ist so absurd, dass sie ernsthaft zu kommentieren kaum möglich ist. Während viele Turban - und Schleierträger, Bärtige und Dunkelhäutige über schlechte Behandlung durch Flughafenpersonal klagen - natürlich, bitterböser Rassismus -, werden ausgerechnet in England (wo auch sonst?), mutmaßliche Mörder im moslemischen Frauenkostüm durchgewunken. Eine Assoziation, die ihren Link wert ist, hatte ich jedoch schon…und weil das Team von Family Guy Osama Bin Laden so herrlich parodiert, gleich noch eine…
Provinz bizarr reloaded: Eine abschließende Betrachtung
Sunday, January 21, 2007
Vor einiger Zeit fiel mir ein Büchlein in die Hände, in dem ein gewisser Klaus Dede dem Antisemitismus in der nord-niedersächsischen Provinz nachspürt. Er war fündig geworden, und nicht ganz zu Unrecht verdächtigte er sich auch selbst, gewisse Ressentiments zu haben.
Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, könnte man meinen, Klaus Dede ist der lebende Gegenbeweis.
(Continued)
Es qualmt der Kopf
Sunday, January 21, 2007
Das leidige Thema “Nikotinsucht” wurde im Bad Blog dem Redaktionsfrieden zu Liebe nicht ausdiskutiert. Auf dem Blog „Nichtidentisches“ erschien jedoch ein lesenswerter Artikel dazu, wobei ich aus dem oben genannten Grund meine ausdrückliche Zustimmung zum dort Geschriebenen mal für mich behalte.
Als Antwort auf diesen Text übte sich jemand in Sprachkritik, die darauf zielte, das Argument vom Jargon zu scheiden, und die somit einer Intention folgte, die auch mir sehr am Herzen liegt.
Dass diese Kritik jedoch misslingt, zeigt „Nichtidentisches“ in seiner Antwort.
PS. Den Verweis auf einen überflüssigen und orthographiefeindlichen (”Kürzlich hat sich Weltkritik einem Beitrag [...] angenommen”) weiteren Erguss zum Thema, der inhaltliche Dürftigkeit durch Verbalinjurien wett machen möchte, kann man sich eigentlich sparen.
The God that Failed
Thursday, January 18, 2007
Wer im heutigen Russland auf der Suche nach Demokratie ist, der findet sie - wie zu den Zeiten von Stalin - allerhöchsten auf dem Friedhof. Damit dies auch ja kein Russe so schnell vergisst, hat der Musterdemokrat Putin aktuell die Qual der freien Wahl abgeschafft. Insgesamt 15 von 32 russischen Parteien sollen aufgelöst werden, weil sie die neu eingeführten Vorrausetzungen für die Wahlen Ende des Jahres nicht erfüllen.
Zu den Ausgeschlossenen gehören auch die vom früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow gegründete Sozialdemokratische Partei sowie die Republikanische Partei des bekannten oppositionellen Abgeordneten Wladimir Ryschkow.
Offiziell heisst es, dass Ziel der Neuregelung sei es, die Zahl der Parteien von zuletzt 38 bei der Parlamentswahl 2003 deutlich zu reduzieren. Um auch die Zahl der in der Duma vertretenen Parteien zu reduzieren, wurde zudem die Hürde für den Einzug ins Parlament von fünf auf sieben Prozent erhöht. Zur Zeit sind in der russischen Volkskammer insgesamt vier Parteien und einige fraktionslose Abgeordnete vertreten. Oppositionspolitiker Ryschkow kündigte bereits eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an, sollte der Oberste Gerichtshof Russlands dem Beschluss der Registrierungsbehörde folgen und die Parteien tatsächlich verbieten.
Bleibt einzig die Frage ob sich der Zar aus Moskau von einem bösen Brief aus Brüssel ernsthaft angesprochen fühlt. Oder ob nicht einfach mal wieder die russischen Pipelines in den Westen für ein paar Tage trocken gelegt werden, um Europa zu zeigen, wer hier von wem abhängig ist…
