Monday, February 26, 2007
Mit dem Satz „Das habe ich nicht gesagt!“ blamierte Jörg Haider im Frühjahr 2ooo sehr erfolgreich die vielfachen Versuche, ihn als antisemitischen, revisionistischen und NS-relativierenden Populisten zu entlarven. Ein sichtlich geknickter Erich Böhme gestand später das Scheitern der positivistischen und liberalen Entlarvungstaktik ein: „Dem bin ich auf den Leim gegangen. Ich hätte nicht gedacht, dass er Fakten abstreitet und dreist behauptet: ‘Hab i net gesagt.’” Einem anderen antisemitischen, revisionistischen und NS-relativierenden Populisten würde ein solches glaubhaftes und durchschaubares Dementi der eigenen Aussagen nie gelingen: Mahmud Ahmadinejad ist zu sehr Ideologe, um zum Beispiel seine eigentlich anachronistische Leugnung des Holocaust zu gegebener Zeit zu bestreiten. Die Relativierung des Gesagten und erst recht des Gemeinten müssen daher andere für ihn übernehmen. (Continued)
Monday, February 26, 2007
Kurz nachdem auch der zweite Turm des World Trade Centers zusammenbrach, verbreitete sich die Nachricht des Angriffs auf Amerika wie ein Lauffeuer über glühende Datenleitungen. Wenige Sekunden danach fingen Tausende von Journalisten auch hier in Deutschland an, Artikel zu schreiben über ein Ereignis, dass keiner hätte glauben können, wären nicht die Türme in einer monotonen Dauerschleife, wie in einem Bildschirmschoner, im Fernsehen zusammengebrochen.
Während in den USA der “Rally-around-the-flag”-Effekt eintrat und George Bush überwältigende Mehrheiten dafür bekam, der al-Quaida den Garaus zu machen, moserten die Pazifisten-Journalisten über Verhältnismäßigkeit der Vergeltung und Gewaltverzicht. Eine andere große Krankheit war und ist das Verwechseln von Ursache und Wirkung: Gerne wurde nämlich der Massenmord an 3000 Menschen zu einem Akt des Widerstands verklärt - Widerstand gegen die kulturelle und wirtschaftliche Hegemonie der USA, der Dekadenz der westlichen Welt, der Phallokratie Amerikas, die durch die beiden Türme noch in Beton gegossen wurde und so weiter…Warum erzähle ich das alles?! (Continued)
Saturday, February 24, 2007
Sprechen Sie arabisch? Dann unterstützen Sie doch lesenderweise diesen Blog. Dessen ägyptischer Autor wurde gerade wegen Beleidigung des Islam zu vier Jahren Haft verurteilt. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll Lysis als anonymer Zeuge der Anklage aufgetreten sein.
Friday, February 23, 2007
Eine Abkehr vom moslemischen Glauben kommt einem Selbstmord gleich. Einer der wichtigsten Glaubensgrundsätze im Islam ist die Todesstrafe für jene die ihrem (Irr)Glauben den Rücken zukehren. Dies ist ziemlich praktisch um die Schäfchenherde beisamen zu halten. Und noch praktischer, für die unzähligen Islamvereine, um in Deutschland den Alleinvertretungsanspruch über ‘die Moslems’ zu postulieren. Denn wenn sich ein Muslim gegen seine Religion entscheide, dann in aller Regel privat, indem er seine Religion schlicht nicht mehr praktiziert. Die Öffentlichkeit bekommt davon in den meisten Fällen nichts mit.
Doch es gibt Ausnahmen. Diese müssen aber unter Polizeischutz leben… (Continued)
Sunday, February 18, 2007
Man mag zum Fall Murat Kurnaz stehen wie man will, ich jedenfalls empfinde vor allem nach dem ich zweimal den Film Road to Guantanamo gesehen haben, immer noch Zweifel an der Version des sogenannten ‘Bremer Talib’. Ebenso wie ich die ‘Story’ der vier Briten die zufällig nach Afghanistan an die Front gerieten und dann von der Nordallianz mit mehreren Talibankämpfer festgenommen wurden, obwohl sie in Pakistan angeblich an einer Hochzeit teilnehmen wollten, bezweifle… Doch Zweifel reichen in keinem Fall aus für eine Inhaftierung, egal wo, dafür braucht es natürlich immer Beweise.
Zu gerne aber werden die eigenen Zweifel zum Beweis. Zum Beispiel ist die Behandlung des Herrn Kurnaz für den Berliner Mathias Rieth Beweis genug um den derzeitigen Umgang mit den militanten Anhänger des muslimischen Glaubens mit der Entrechtung und anschliessenden Vernichtung des europäischen Judentums zu vergleichen… (Continued)
Friday, February 16, 2007
Wenn Sie einen RSS-Reader benutzten und unseren Blog lieber abonnieren, statt ihn regelmäßig zu besuchen, haben Sie heute einen kleinen Artikel zu lesen bekommen, der sie vielleicht erschreckt hat oder verwundert, je nach Lesart.
Bei dem Artikel ging es um diese wunderbare Grafik der New York Times, die einen Eindruck vermitteln soll, wieviele Opfer der Krieg gegen den Terror in einem Monat (30 days) fordert; sicherlich - und das bleibt zu kritisieren - in einer unreflektierten, pazifistischen Absicht, die weder den Irakis noch den Amerikanern weiterhilft, wobei ich auch das, ihnen nicht nachweisen könnte.
Der Artikel hieß “Terroristenmütter mit Babies, oder was?!” und beschwerte sich über Dinge, die jedoch bei weitem dort nicht hineininterpretierbar waren und ich bitte Sie ihn zu ignorieren. Zumindest dürfte das beweisen, dass der Bad Blog nicht von Maschinen in Tel Aviv generiert wird, sondern von Bösewichtern, die auch Fehler machen und diese unüblicherweise auch mal zugeben müssen…
Wednesday, February 14, 2007
Die bundesdeutsche Presselandschaft gleicht einem Haifischbecken. Wer die Information zuerst hat, der veröffentlicht sie auch - ohne Rücksicht auf Verluste. Aktuell zu beobachten war dieses nicht mit den Regeln der Journalisten zu vereinbarende Phänomen, beim Launch des Zentralrates der Ex-Muslime. Eigentlich sollte erst am 28. Februar 2007 auf einer Pressekonferenz in Berlin die Gründung bekanntgegeben werden, doch der Focus drängelte sich vor.
Aber nicht nur das. Die antikommunistischen Spürnasen vom Münchner Magazin erschnüffelten darüberhinaus auch eine handfeste neokommunistische und damit antidemokratische Verschwörung, denn angeblich gehören drei der fünf Vorstandsmitglieder des neu gegründeten Zentralrates kommunistischen Parteien aus dem Irak bzw. dem Iran an. (Continued)
Wednesday, February 14, 2007
…sagt das alte Sprichwort. Im Falle von Zigarettenrauch in den Vereinigten Staaten besitzt diese Weisheit eine doppelte Bedeutung. Der Genuss von Tabak ist dort unheimlich verpönt, erst recht dann, wenn eine Person mit Vorbildsfunktion, diesem nachgeht. Wer sich zum Beispiel als Aupair in Amerika bewirbt und angibt ein “social smoker” zu sein, gilt gemeinhin als nicht vermittelbar und tut gut daran, sein Laster zu vertuschen. “Na klar, da sind ja auch Kinder involviert…”, könnte man jetzt einwerfen, das spielt jedoch keine Rolle. Wer raucht gilt als schwach, als lasterhaft.
Barack Hussein Obama hat im Moment sehr mit dieser Einstellung in der amerikanischen Öffentlichkeit zu kämpfen. Er gibt zwar obligatorisch vor, sich das Rauchen abgewöhnt zu haben aber das klingt ebenso fadenscheinig, wie Bill Clintons mühselige Erklärung, er hätte als Student, den Marijuanrauch nie richtig inhaliert.
(Continued)
Tuesday, February 13, 2007
Wenn Rapper vorgeben selbständig Texte für Boulevardmagazine zu schreiben, dann weckt dies immer mein perfides Interesse. Zumal es sich im vorliegenden Fall um den Berliner Gangstarapper Bushido handelt, der im neuen Magazin für Deutschland, im Volksmund als das ‘Ein-Euro-Magazin’ bekannt, sein Bekenntnis zu Deutschland, Dummheit und weiteren Unannehmlichkeiten verbreitet. Nach dem Lesen des Artikels wird verständlich, warum der gesamtideelle Deutschkanake sich im Internetvoting zum Best German Act bei den MTV Europe Music Awards in Kopenhagen gegen die Konkurrenz Rammstein, Silbermond, Die Toten Hosen und Sportfreunde Stiller durchgesetzt hat… (Continued)
Monday, February 12, 2007
Frauen seien in der bundesrepublikanischen Gesellschaft benachteiligt, so der vielstimmige Tenor radikalfeministischer und linker Gruppen, in den auch äußerst männliche Zeitgenossen mit einstimmen. Dies träfe bei Karrierefragen ebenso zu, wie beim Umgang der staatlichen Institutionen mit den Rechten der Frauen. So die Behauptung.
Doch irgendwie sieht es in der Wirklichkeit allzu oft anders aus: Nehmen wir nur einmal das Beispiel Vaterschaftstest zur Hand.
Saturday, February 10, 2007
In dem auch auf dem Bad Blog partiell gewinnbringenden Debattenchor um den infamen Antisemitismusvorwurf an die Redaktion Bahamas, stimmte Anfang Februar die Kölner Georg-Werth-Gesellschaft (GWG) ein. In Lizas Welt scheint überraschend einiges durcheinandergeraten zu sein. Kritik wurde zum Kalauer und aus Reflektion das Ressentiment. In einer Mad World wie dieser, kann das schon mal passieren. Lizas Welt bleibt nämlich gerade in der kritischen Betrachtung schaltender und waltender Unvernunft ein “Partner in Crime”. Sowohl die Bahamas, als auch die GWG reichten die Hände zur Versöhnung, unter der conditio sine qua non, Lizas Welt nähme den Antisemitisvorwurf entschuldigend zurück. Das letzte Wort aus Lizas Munde jedoch ist öffentlich noch nicht vernommen worden…
Saturday, February 10, 2007
Wer dachte Revolvermond und Juliheld, die bislang am erfolgreichsten auf der Neuen Deutschen Welle surften, klängen wie peinliche Eintagsschulbands von mittelmäßigen Abiturienten, wurde gestern abend gelehrt, dass es noch schlimmer geht. Stefan Raabs Bundesvisions Songcontest hat zum dritten Mal beweisen dürfen, dass das Wortspiel mit dem Eurovision Songcontest nicht zufällig ist, sondern, die Ähnlichkeiten zum europäischen Schlagerabtauschs bemitleidenswert frappierend sind. Ich werde jetzt nicht die alten Gesammelten Werke aus Frankfurt auspacken und akribisch beweisen, was die Veranstaltung für ein kulturindustrieller Auswurf war, sondern klage ganz affirmativ das unterirdische musikalische Niveau an, was dem Zuschauer hier als Top 16 der Newcomerbands in Deutschland dargestellt wird. Wenn sie es tatsächlich sein sollten, kommt mir das trotzdem zu Gute: Ich bin 16 Nummern näher an meiner Top 500 der besten Gründe Deutschland zu verlassen…
(Continued)