Bushidos Bekenntnis

Wenn Rapper vorgeben selbständig Texte für Boulevardmagazine zu schreiben, dann weckt dies immer mein perfides Interesse. Zumal es sich im vorliegenden Fall um den Berliner Gangstarapper Bushido handelt, der im neuen Magazin für Deutschland, im Volksmund als das ‘Ein-Euro-Magazin’ bekannt, sein Bekenntnis zu Deutschland, Dummheit und weiteren Unannehmlichkeiten verbreitet. Nach dem Lesen des Artikels wird verständlich, warum der gesamtideelle Deutschkanake sich im Internetvoting zum Best German Act bei den MTV Europe Music Awards in Kopenhagen gegen die Konkurrenz Rammstein, Silbermond, Die Toten Hosen und Sportfreunde Stiller durchgesetzt hat…

Lassen wir mal Ersguterdeutscher einfach selbst sprechen:

“Wir können schon froh sein, in einem Land wie Deutschland zu leben. Ich bin in der Hinsicht ein echter Patriot. Wenn jemand keinen Bock hat, hier zu wohnen, soll er seinen Pass auf den Tisch legen und sich verpissen. Das ist meine Meinung.

An Silvester hatte ich einen Auftritt in der Schweiz, wo ich krass den Deutschen mit all den deutschen Tugenden in mir spürte. Ich war organisiert, hatte meine eigenen Tontechniker dabei, war pünktlich, professionell. Und die Schweizer? Hängengeblieben. In Frankreich war es noch extremer. Auf dem Rückweg haben wir einen Zwischenstopp in Straßburg eingelegt. Ich bin ausgestiegen, habe mich kurz umgesehen und gedacht: “Ihr seid ja wohl alle behindert hier.” Die Autofahrer, die Restaurants, die Nummernschilder, die Verkehrsschilder, alles. Ich habe meine Leute wieder ins Auto verfrachtet und bin mit Vollgas Richtung Deutschland gefahren. Als wir über der Grenze waren, habe ich wieder gute Laune bekommen. In Deutschland ist eben alles etwas cooler.”

Fragt sich eigentlich nur noch, was die graue Eminenz der linken Rapkritik, Günther Jacob, dazu sagt, dass sein Schützling sich als das deutsche Arschloch entpuppt, von dem er nie zu träumen wagte…

Comments (14) to “Bushidos Bekenntnis”

  1. Ey fickt Euch, Ihr Toys! Bushido spricht nur die Wahrheit aus, die Ihr nicht aus m Maul kriegt, weil Ihr den ganzen tag Schwänze lutscht. Also passt ma besser auf…

    You hit Bushido - WE hit you!

  2. @Mr.G:Yo yo da ist ja einer ganz hart(ein Schelm wer böses denk…ersguterIdiot will jetzt ja auch eine Girlband signen,naja wer HipHop liebt,liebt auf keinsten Bushido und Aggro!

    Denn es gibt nur einen King of Rap…SAVAS Rulez

  3. Tony Montana schrieb so unter seinem Beitrag folgenden Kommentar: Kommentarspaltengäste mit Hirn sind mir lieb und teuer.

  4. Ach und…SAVAS Rulez

  5. Holger Bruner distanziert sich zwar von den “sexistischen Texten” des Aggro-Labels, will ihnen in Punkto linkem Deutschtum nicht nachstehen. Bruner ist überzeugter Antikapitalist, kämpft an vorderster Volksfront in postnationalsozialistischen Arbeiterkampagnen. Die Volkskolumne berichtet über ihn: http://de.indymedia.org/2007/02/168455.shtml

    Rap-Gurke Bruner ist auf dem besten Weg Bushido den Rang als deutsch-rapper no.1 strittig zu machen, und weiß nicht’s davon.

  6. “ersguterdeutscher”…wiedermal ein hammer Wortspiel. Respekt.
    Fast so krass wie “ersguterblog”, oder “siesgutesmädchen”, oder “ersguterkanacke” oder…

    Ansonsten: Erzähl deine peinlichen Dilettantenstories doch lieber der Klagemauer.

  7. “Ansonsten: Erzähl deine peinlichen Dilettantenstories doch lieber der Klagemauer.”

    Unterbreite Du doch deine argumentfreien und antisemitischen Kommentare in deinen Rapperforen für Pubertierende mit Männlichkeitswahn, deren Würdelosigkeit selbst noch der Beschreibung als “peinlich” spottet”.

    lG
    Kint

  8. Roger Kint - Es gehört zu den linken Profilneurotikern und notorischen Deutschenhassern, dass sie überall “Antisemitismus” (= Judenfeindschaft) sehen. Wenn man dogmatischen und verbohrten Philosemiten empfiehlt, an der Klagemauer doch ihre geistig armseligen “Dilettantenstories” zu verbreiten, so kann ich keinen Hauch von Antijudaismus erkennen. Diese Vorwürfe dienen nur zur Mundtodmache von politischen Gegnern, die mit Todschlagworthülsen wie “Antisemitismus” unterbunden werden. Und wenn jemand sich zu seinem Land bekennt, dann ist es doch nichts schlimmes. Aber dies werden diese verwöhnten, undankbaren Mittelstandsbürschchen, die zwar vom Staat kostenlos Bildung und eine gute finanzielle Absicherung erhalten, wohl nie begreifen. Und wenn man einer Gesinnung angehört, deren Anhängerschaft die Verherrlichung des Bombenterrors auf Dresden lobpreist, dann sollte man bezüglich Antisemitismusvorwürfen einfach mal die Fresse halten.

  9. Hi Augustinus, ich fühle mich genötigt, einiges klarzustellen:
    1. Profilneurotiker - meinetwegen, links - nein!
    2. notorischer Deutschenhasser: Nein.
    3. Antisemitismus = Judenfeindschaft? Nein!
    4. Natürlich kann man bei der Klagemauer-Sache keinen Antijudaismus erkennen, deshalb habe ich ja auch von Antisemitismus gesprochen.
    5. Ihre paranoide Vorstellung von der “Mundto’d'mache” klingt nach einem guten Plan, der leider in der Realität nicht funktioniert und deshalb nichts weiter ist, als das Hirngespinnst von Leuten, die sich in ihrem Antisemitismus und ihrem deutschen Selbstmitleid immer als die verfolgten letzten Aufrechten sehen wollen.

    Ihr letzter Satz täuscht verbal einen Wenn-Dann-Zusammenhang vor, der inhaltlich nicht eingelöst wird.

  10. Augustinus, dein Name sagt ja eigentlich schon alles. Dein Namensvorgänger, Augustinus von Hippo, war doch eben jener Gelehrte und Bischof der als erster christlicher Theologe den Juden seiner Zeit Jesu Tod zur Last legte.

    In seiner Kampfschrift ‘Gegen die Juden’ griff Augustinus die Juden sowohl in ihrer Lebensführung als auch theologisch an. Für Augustinus waren Juden bösartig, wild und grausam, er vergleicht sie mit Wölfen, schimpft sie “Sünder”, “Mörder”, “zu Essig ausgearteter Wein der Propheten”, “eine triefäugige Schar”, “aufgerührter Schmutz”. Sie seien des “ungeheueren Vergehens der Gottlosigkeit” schuldig. Sogar das Alte Testament sprach er ihnen ab: “Sie lesen sie als Blinde und singen sie als Taube”, verneinte nicht nur ihre “Auserwählung”, sondern sogar das Recht, sich noch “Juden” zu nennen. Er war ein richtig toller christlicher Fundamentalist also…

    So ungefähr verstehe ich auch ihr Bekenntnis ‘zu ihrem Land’, dem armen Kollektivopfer Dresden und die ach so tolle Bildung (Ick sag nur Pisa) die es seinen Bewohner angedeien lässt. Ich frage mich nur, wieso der Bad Blog die zweite Wange hinhalten soll, wenn sie doch der Anhänger der reinen Leere sind?

  11. @curtis

    der hampel heisst immer noch holger burner, sonst aber völlig zutreffend

  12. [...] im deutschen Rap und hat vor einiger Zeit sich auch schonmal des Gesabbels von Bushido angenommen (1,2). In seinen Urteil etwas voreilig und ungenau, aber lesenswert. Mehr als Gesten der Gewalt Im [...]

  13. Ich glaub man muss das alles lockerer sehen: Hat Bushido mir doch neulich auf der Toilette vom P1 angeboten, mir den Schwanz zu lutschen - ich habe dankend abgelehnt - obwohl er noch hinterhersagte er würde auch schlucken. Naja so durchgeknallte Kokshirne schwirren hier immer wieder mal rum. Seis drum, ich glaube der arme Jung will nur sein eigenes Schwulsein nicht öffentlich eingestehen.

  14. [...] mal wieder, dass kommerzielle Erfolg jede noch so große Leiche im Keller vergessen lässt. Ob Bushido, Onkelz oder Grönemeyer, völlig egal, musikalische Verbrechen werden einfach damit gerechfertig, [...]

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