Ex-Moslems mit dem Tode bedroht

Eine Abkehr vom moslemischen Glauben kommt einem Selbstmord gleich. Einer der wichtigsten Glaubensgrundsätze im Islam ist die Todesstrafe für jene die ihrem (Irr)Glauben den Rücken zukehren. Dies ist ziemlich praktisch um die Schäfchenherde beisamen zu halten. Und noch praktischer, für die unzähligen Islamvereine, um in Deutschland den Alleinvertretungsanspruch über ‘die Moslems’ zu postulieren. Denn wenn sich ein Muslim gegen seine Religion entscheide, dann in aller Regel privat, indem er seine Religion schlicht nicht mehr praktiziert. Die Öffentlichkeit bekommt davon in den meisten Fällen nichts mit.

Doch es gibt Ausnahmen. Diese müssen aber unter Polizeischutz leben…

So ergeht es zum Beispiel derzeit der Exil-Iranerin und Menschenrechtlerin Mina Ahadi. Nachdem in der Presse bekannt wurde, dass sie und rund 40 Mitstreiter planen einen Zentralrat der Ex-Muslime zu gründen, wir sie nach eigenen Angaben “terrorisiert”. Im Internet wurde ihr und den anderen Mitgliedern mit dem Tod gedroht. So war auf einer Seite zu lesen, dass es gar keine offizielle Fatwa gegen Ahadis Zentralrat benötige, vielmehr schreibe der Koran vor, was mit solchen Menschen zu machen sei.

Das islamische Recht der Scharia droht - nicht nur nach radikaler Auslegung - Apostaten mit der Todesstrafe und damit drohen die Internet-Islamisten auch dem Zentralrat der Ex-Muslime. Vor einer Woche nun wandte sich die Polizei an Ahadi. Sie wurde unter Personenschutz gestellt - ebenso wie die Grünen-Politikerin Ekin Deligöz, die kürzlich Musliminnen in Deutschland zum Ablegen des Kopftuchs aufgefordert und damit den Zorn der Islamisten auf sich gezogen hatte.

Doch damit nicht genug. Ahadi kann sich durchaus vorstellen, “dass es Aufrufe zur Fatwa gegen uns geben wird. Auch in der arabischen Welt wird unser Projekt diskutiert werden”. Wenn man als Muslim öffentlich und in der Gruppe den Austritt erkläre, provoziere man Reaktionen islamischer Theologen, so die Exil-Iranerin gegenüber den Medien.

Bleibt also abzuwarten, wie lange es diesmal dauert, bis die erste Botschaften und Kirchen in der muslimischen Welt abgefackelt werden, weil es der große Prophet sich - laut Koran - ganz genauso gewünscht hat, damals als er den heidnischen Kameltreibern der arabischen Halbinsel den Montheismus mit Waffengewalt ans Herz nagelte um ein wenig Licht in die Dunkelheit zu bringen…

Comments (2) to “Ex-Moslems mit dem Tode bedroht”

  1. Was mich mal interessieren würde wäre die Meinung des Ex-Zentralrats zum Thema “Nahostkonflikt” und Israel… Gibt es schon so etwas wie ein Positionspapier?

  2. So etwas wird es wohl auf absehbare Zeit nicht geben. Die Vereinigung der Ex-Muslime ist - um in deiner Sprache zu bleiben - eine Ein-Punkt-Bewegung. Es geht den dort versammelten Aktivisten in erster Linie darum, anderen Menschen Mut zu machen, damit diese selbst den Schritt aus der moslemischen Kulturfalle wagen.

    Letztendlich wird damit der Alleinvertretungsanspruch der ‘muslimischen’ Verbände untergraben und auf die einfache Tatsache hingewiesen, dass nicht jeder der in einem islamischen Land geboren wurde, oder in einer muslimischen Familie groß geworden ist, automatisch sein Leben lang ebenfalls dieser ‘Religion’ verbunden bleiben muss…

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