Wir haben abgeschworen

Der Zentralrat der Ex-Muslime hat sich in dieser Woche erstmalig einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Endlich kommt der Stein ins Rollen, möchte man beinahe hinzufügen. Auf der nun auch freigeschalteten Internetseite haben sich im Laufe von nur wenigen Stunden bereits weitere rund 100 Ex-Muslime als Mitglieder eingetragen. Und in den nächsten Monaten soll von der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland (fowid) detaillierter untersucht werden wie viele Menschen der Zentralrat überhaupt vertritt. Michael Schmidt-Salomon, der die Pressekonferenz moderierte, kündigte an, dass fowid ein entsprechendes Dossier im kommenden Herbst / Winter vorlegen wird.

Im gleichen Zeitraum wird eine „Kritische Islamkonferenz” stattfinden, die der Zentralrat der Ex-Muslime in Kooperation mit anderen islamkritischen Institutionen plant. Den Aufruf dazu finden Sie hier.

„Aufklären statt Verschleiern!”
Die Kritische Islamkonferenz

Der Block der „Freunde des Islam” in Wirtschaft, Politik, Medien, Wissenschaft, Kirchen etc. ist eng vernetzt und bildet eine lagerübergreifende Strömung, die von „Berufsdialogisten” über poststalinistische Antiimperialisten bis hin zu rechtsextremistischen Islamverehrern reicht. Demgegenüber sind die Vertreter einer demokratisch-emanzipatorischen Kritik am Islam/Islamismus noch nicht in ausreichendem Maße vernetzt.

Dieser Umstand ist umso bedauerlicher, da es in Deutschland innerhalb der einheimischen Bevölkerung eine breite und im öffentlichen Raum kaum repräsentierte ‚Meinungsströmung’ gibt, die trotz der stereotypen Diffamierung von Islam-Kritik als „rassistisch” und „fremdenfeindlich” zutreffende Einsichten im Hinblick auf die reaktionäre Konstitution der islamischen Herrschaftskultur vertritt. Es ist deshalb an der Zeit, diejenigen einheimischen und zugewanderten Kräfte (Autoren, Projektgruppen, Organisationen etc.) zu bündeln und in einem Diskussionsforum zu versammeln, die den „Islam-Komplex” kritisch bearbeiten und ihn als eine zentrale welt- und gesellschaftspolitische Herausforderung betrachten.

Nachdem in jüngster Zeit einige prominent gewordene Kritikerinnen wie Ayan Hirsi Ali, Necla Kelek, Seyran Ates den Rauchvorhang aus Tabus, vorzensierter Zurückhaltung und Diffamierung kritischer Islambetrachtung punktuell durchbrochen haben und mit Themen wie Frauenunterdrückung, Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratung, Ehrenmorde etc. öffentliche Aufmerksamkeit erreichen konnten, folgte sofort die propagandistische Gegenreaktion der Berufsmuslime und ihrer vielfältigen Unterstützer. Diesem antiaufklärerischen Schulterschluss setzen wir ein fortschrittlich - emanzipatorisches Bündnis aus einheimischen und zugewanderten KritikerInnen des Islam(ismus) entgegen.

Vor diesem Hintergrund rufen wir alle fortschrittlich-demokratischen Kräfte auf, in einen nachhaltigen Kommunikationsprozess über die globalen und innenpolitischen Bedrohungspotentiale der islamischen Herrschaftskultur einzutreten und planen zu diesem Zweck eine Kritische Islamkonferenz im Herbst/Winter 2007.

Im Einzelnen wird es dabei um die Behandlung folgender Themen gehen:

I. Der Islam als Religion und Herrschaftskultur

II. Ursachen und Wesenszüge des Islamismus

III. Spielarten und Merkmale des islamistischen Terrorismus

IV. Islamisches Patriarchat, muslimische Sozialisation und die Stellung der Frau

V. Islam(ismus) und Zuwanderung

VI. Islam(ismus) und Antisemitismus

VII: Leitkultur Humanismus und Aufklärung als Antwort auf die islamische Herrschaftskultur

Über weitere Details, Konferenzort sowie den genauen Termin werden wir die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren.

Comments (4) to “Wir haben abgeschworen”

  1. [...] Ein Jahrhundert später, ist die afghanisch-pakistanische Grenze immernoch karg und von millitanten Mohammedanern bewohnt. Andere jedoch entsagen sich ganz bewusst dieses Lebensstils, der keineswegs auf eine Gruppe Ewiggestriger reduziert werden kann, da ähnliche Verhältnisse sich mitten in Berlin oder London finden lassen, nur dass die Höhlenwand durch Blümchentapete ersetzt wurde. Diese muslimischen Dissidenten, unter ihnen Prominente wie Ayaan Hirsi Ali und Ibn Warraq, haben jetzt eine Erklärung (Video) herausgeben, die auch dem Zentralrat der Ex-Muslime wieder Hoffnung schenken könnte, der um seine kürzliche aufgenommene Sisyphus-Arbeit nicht zu beneiden ist. Phyllis Chesler appelliert daher völlig zu Recht in der London Times: Jetzt ist die Zeit gekommen für westliche Intellektuelle, die sich Antirassisten und Menschenrechtler nennen, zu diesen Dissidenten zu halten. [...]

  2. Ich bin Christ, aber unterstütze den Zentralrat der Ex-Muslime finanziell, da ich den Islam Grundlegend (wie er ausgeübt wird) als falsch erachte.

    Das größte Problem ist aber, das 99% der weltweiten Muslime ungebildete Bauernlümmel sind, die würden schnell auch an einen Elefantengott glauben…

  3. Zum Glück sind 99% der Christen weltweit nicht ganz so dumm, nur einer - Anderson_2k2 - scheint da eine Ausnahme zu machen…

  4. [...] So weit, so gut, und trotzdem irgendwie nicht koscher. Veranstalter des Events sind neben dem Zentralrat der Ex-Muslime, der Aktion 3.Welt Saar, dem Alibri Verlag, der Giordano Bruno Stiftung eben auch die ominöse [...]

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