Motherfucker!
Der nun publik gewordene Skandal um die Bundeswehr ist auch in den Vereinigten Staaten von New Yorker Politikern heftig kritisiert und als rassistisch bewertet worden. Nachdem der Stern ein Skandal-Video im Internet ausfindig machte, geriet die Bundeswehr erneut in Erklärungsnot. Das Video desavouiert einen Ausbilder, der einem Rekruten suggeriert, beim Shot an Afroamerikaner in der Bronx zu denken und dabei stilecht “Motherfucker” zu rufen. Erst Totenschädel in Afghanistan, nun “Negerschießen” in der Rendsburger Kaserne…und dann auch noch eine wehende Naziflagge in der Dresdner Offiziersschule. Die Empörung aus Kreisen der Bundeswehr und den Medien stinkt natürlich zum Himmel. Es ist wie immer: Ein Problem existiert erst dann, wenn es öffentlich ist. Das, was an die Oberfläche geraten ist, wird ”völlig inakzeptabel” (Verteidigungsministerium) genannt, bevor die Vorfälle als “Einzelfälle” (Steinmeier) bagatellisiert werden. Schön, dass aus den USA indes auch “an apology from the German military” gefordert wird. Das fällige “Sorry” würde ich aus der Bronx wohl folgendermaßen kommentieren: “Motherfucker!”
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