Klima again

“Wer rettet die Welt vor den Weltrettern?”, fragt Michael Miersch im Leitartikel “Die Klima-Hysterie” der aktuellen Ausgabe des Cicero. Als Argumentationshilfe gegen noch zu rettende Weltretter oder schlichtweg Dokumentation des alltäglichen Wahnsinns, unbedingt zu empfehlen. Genauso wie die ebenda veröffentlichte Entzauberung der Klimadebatte seines politischen Zwillings Dirk Maxeiner, der “Unbequeme Wahrheiten” beinahe banal ins hart umkämpfte Feld führt. Ein Vorgeschmack: “Klimawandel ist der Normalfall.”

Comments (4) to “Klima again”

  1. Ein glänzender Artikel, dem es aber an der typischen ADG-Ideologie gebricht. Er vermag nicht darauf zu verweisen, wie Menschen unabhängig von der Realität des Klimawandels damit umgehen, wie Krisen sich im Bewusstsein abbilden und mit was für Konsequenzen. Der Ursprung solcher Krisen ist für ADG immer rätselhaft und verschleiert, weil sie sich mit Kapitalismus partout nicht befassen wollen. Ein Satz stört zudem das Ganze:
    “Nach Ansicht vieler Biologen wird es in nächster Zukunft vielmehr an der Erhaltung hinreichend großer Flächen der artenreichen Tropenräume liegen, ob überhaupt und wenn ja, in welchem Umfang global Biodiversität verloren geht.”

    Ob überhaupt und wenn ja in welchem Umfang? Es ist eine Sache, die Klimahysterie zu kritisieren. Eine ganz andere ist es, das konkrete Artensterben in den Regenwäldern in Frage zu stellen. “wenn ja” will tatsächlich behaupten, es lasse sich ein Verlust der Waldfläche Borneos oder Madagaskars ohne Einbußen für die Artenvielfalt hinnehmen. Und das ist schlichtweg blöd und tendenziös.

  2. Andererseits sschreibt Miersch im ersten von mir verlinkten Artikel: “Schon heute wird Regenwald gerodet, um Ölpalm- und Zuckerrohrplantagen für Bio-Treibstoffe anzupflanzen.”

  3. Sehr interessant zum Thema wer wen manipuliert ist dieser Artikel

  4. “Klimawandel ist der Normalfall” finde ich klasse. Grün, grün, grün an jeder Ecke. und sei das werbende Unternehmen noch so am Ausstoß der viel besprochenen Co2-Emissionen beteiligt. “Eco-label-program” nennt die Luftfahrt einfach mal ihre neue Kampagne - straight auf dem Weg zu den grünen Engelchen.
    Die PR und Werbung wird die Begriffe “Klimawandel”, “Klimaschutz” oder “Klima-Killer” so ausreizen, dass der gute Wille vieler Menschen ganz einfach in allgemeiner Resignation endet.

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