Beeing Daddy Cool. Part Three…

‘Unglück im Glück’ ist eine nicht so häufig verwendete Redensart und allein die Tatsache, dass ich sie an den Anfang eines Textes setze, der eigentlich erzählen sollte, dass Little Riddler endlich das Licht der Welt erblickt hat, sollte zu denken geben. Angeblich sei jeder selbst des eigenen Glückes Schmied, doch glücklich zu sein ist nicht erst in den letzten Jahren zu einer wissenschaftlichen Disziplin verkommen. Die einen behaupten, dass Disziplin das Tor zum Glück sei, andere wiederum postulieren, dass es nur am eigenen ‘Flow’ liegt ob man sich wohlfühlt und Marc Aurel hatte die Idee, dass Glück im Leben von den guten Gedanken abhängt die man hat - oder eben auch nicht. Bei mir wollen sich diese derzeit einfach nicht einstellen, und das obwohl ich laut der schweigenden Mehrheit doch glücklich sein sollte…

Es mag sein, dass ‘Unglück haben’ das Gegenteil von ‘Glück haben’ ist - zum Beispiel beim Glücksspiel - aber emotional gesehen ist ‘Unglück empfinden’ nicht das Gegenteil von ‘Glück empfinden’. Sogenannte Glücksforscher haben Anhaltspunkte dafür gefunden, dass Glück und Unglück voneinander unabhängig auftreten: Hirnforscher zum Beispiel haben festgestellt, dass positive und negative Gefühle im Gehirn an unterschiedlichen Stellen erzeugt werden. Bei negativen Gefühlen (”Unglück”) ist eher die rechte Seite des Stirnhirns aktiv, bei positiven Gefühlen (”Glück”) die linke Seite. Doch negative Gefühle schließen positive Gefühle nicht aus. Weder physiologisch, noch emotional gilt ein “Entweder - oder”, wir können uns gleichzeitig glücklich und unglücklich fühlen. Und dies ist bei mir derzeit der Fall. Denn bei Little Riddler wurde eine Lungenentzündung festgestellt und er musste in ein anderes Krankenhaus verlegt werden. Somit habe ich als Vater gleich am ersten Tag des Lebens von MiniMe schon mit Ängsten zu kämpfen, die ich so vorher nicht wirklich kannte.

Mein Leben ist mir nicht halb so wichtig wie jenes von Little Riddler. Obwohl ich genau weis, dass er nicht unbedingt in meine Fußstapfen treten wird, ist es mir natürlich ein wichtiges Anliegen, dass er gesund und munter sein Leben in Angriff nimmt. Und gleich am ersten Tag mit einer Lungenentzündung zu kämpfen ist nicht der Anfang eines Romans wie ich ihn mir vorgestellt habe. Die Zitterpartie die die Mutter und ich gerade durchmachen und die Tatsache das die von mir verhassten Weißkittel gerade mehr Kontakt mit ihm haben als wir beide macht mich ziemlich fertig. Little Riddler ist nach den Angaben der Ärzte zwar stabil, aber er darf heute nicht mehr besucht werden. Selbst die Mutter hat heute keine Möglichkeit mehr den Kleinen in ihre Arme zu nehmen. Soetwas nenne ich Unglück im Glück. Die Lungenentzündung soll zwar nicht lebensbedrohlich sein, aber weder seine rudimentär noch meine vollständig ausgebildeten Superkräfte haben ihn davor bewahrt gleich am ersten Tag mehr oder weniger komplett in der Obhut der Quacksalber zu verbringen. Das alles nagt an meinen Nerven…

Zum Glück im Unglück gibt es ja noch sehr viele Menschen die ihre Superkräfte darauf ausrichten, dass Little Riddler recht bald wieder gesund sein wird. Diesen danke ich hiermit ausdrücklich und verbleibe - wie unüblich - mit einem Rätsel: “Wir sind acht an der Zahl, gehen vor, nie zurück, und beschützen unseres einzigen Königs Glück“.

Part One.

Part Two.

PS: Die Lösung des Rätsels ist nicht Schach.

Comments (8) to “Beeing Daddy Cool. Part Three…”

  1. edward, das wird schon. kopf hoch! ihr packt das… md

  2. Alles Gute!

    (Die Lösung des Rätsels weiß ich leider nicht.)

  3. Auch hier nochmal: Herzlichen Glückwunsch, auch wenns ganz schön abgedroschen klingt.

    Langsam dürften meine ökumenischen Riten auch Wirkung zeigen, und Little Riddler wird unaufhaltsam stärker, auf das er mit seinen magischen Sneakers den Eintritt in ein neues Leben markiert.

    Ketten hoch, Kragen raus.

    Freu mich, bis bald im RL…

  4. Congratulations.

    Hang in there, all three of you.

    Hope things improve soon.

    Thoughts,

    Andy

  5. Thanks Folks!

    Langsam geht es dem Kleenen besser, die Superkräfte fangen an zu wirken…

  6. Sag ich doch, Edward!

  7. Da flieht man mal aus seinem Boesewichtleben in die Ferne und schon verpasst man zentrale Ereignisse der Superschurken-Unterwelt. Alles alles Gute und viel Glueck und gute Besserung fuer den Junior. Das Geschenk zur Geburt liegt schon seit Monaten im Kintschen Geheimversteck und wird nach meiner Rueckkehr aus dem geheimnisvollen Land ohne Umlaute ueberreicht.

  8. Ich möchte den “Kleinen” unter mein Fittiche nehmen und ihm die Geschicke der Ehrenmänner beibringen,schließlich könnte er einer der nächsten Capo Decina der Familie werden!!!

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