Viel Rauch. Um nichts?
Friday, November 30, 2007
Wenn ein liberaler Blogautor sich öffentlich damit rühmt, dass er immer noch den Umgang mit “mehr oder weniger” radikalen Linken pflegt, dann kann man selten etwas Gutes erwarten. Und zwar nicht weil es verwerflich wäre mit vernunftbegabten Linksradikalen über Gott und die Welt zu diskutieren, sondern weil dies meist der Anfang eines vulgären Auswurfes ist, der sich - in diesem konkreten Fall - unreflektiert gegen die ehemaligen Mitstreiter richtet, um es sich in der neuen politischen Heimat gemütlich zu machen. Wir kennen dieses Verhalten von veritablen Antisemiten und homophoben Arschlöchern die gerne ihre Hasstiraden gegen “die Juden” oder “die Schwulen” damit garnieren, dass sie ja auch einen kennen, der schwul ist, oder jüdisch, und irgendwie ganz in Ordnung, um dann über den Rest “von der Bande” kübelweise ihre gesammelten Vorurteile auszuschütten….
Um es gleich am Anfang klarzustellen, ich sitze gerne zwischen allen Stühlen, eine politische Heimat habe ich nicht mehr, aber wenn jemand so ausgelutschte Metaphern, wie jene nachdem sich die bösen kommunistischen Wölfe gerne im liberalen Schafspelz zu tarnen wissen, benutzt dann schrillen bei mir alle Alarmglocken. Und zwar schon allein deshalb, weil eine solch naive bzw. populistische Sichtweise der äußerst komplexen politischen Realität niemals als Argument in einer redlichen Debatte durchgehen darf, da nur lang gehegte Ressentiments bedient werden. Andererseits schlagen meine Alarmglocken auch dann zu, wenn liberale Debattenbeiträge einfach mal so im virtuellen Nirvana landen, weil man bei den guten Achsenmächten keine Lust auf “eine Sektendebatte” habe. What? Wie sie merken, waren in den letzten Tagen meine Alarmglocken ziemlich oft in Bewegung, um nicht zu behaupten, sie haben kaum Ruhe gegeben… (Continued)
