Blei kommt mir nicht in die Tüte…

Das Drogen schädlich sind, ja sogar zu einem früherem Ableben führen können hat uns damals nicht nur der ewig nörgelnde Klassenlehrer Herr Paul gepredigt. Es war uns - wie vieles anderes - derbstens egal. Das jetzt aber die schönen Drogen auch noch mit hässlichen Stoffen gestreckt werden, dass konnte sich noch nicht einmal ein Miesepeter wie Herr Paul vorstellen, für ihn waren die Drogen ja schon so schlecht genug. Doch zehn Jahre später ist die Welt eine noch beschissenere, nun sind auch die natürlichen Suchtstoffe schon komplett vergiftet. Und als wäre Sand, feiner Glasstaub nicht schon eklig genug, kam nun folgende Meldung aus Leipzig:

User aus Leipzig berichten über äußerlich unauffälliges Gras, das allerdings beim Zerreiben auf weißem Papier schwarze bleistiftartige Striche hinterlässt (was Marihuana normalerweise nicht tut). Dies könnte ein möglicher Hinweis auf kontaminiertes Gras sein! Vom Konsum solcher Rauchware raten wir dringend ab. Das gleiche gilt, wenn glitzernde Partikel zurückbleiben. Hierbei könnte es sich um Glassplitter handeln.Quelle.

Ob solcher Dreck auch jenseits von Leipzig in den Handel gekommen ist, dass ist bisher noch nicht bekannt. Aber wie wir alle wissen, eine bescheuerte Idee die viel Geld einbringt, findet ganz schnell eine Reihe von Nachahmern. Wie der Deutsche Hanfverband (DHV) beobachtet bestimmt jeder Konsument schon seit Sommer letzten Jahres eine dramatische Zunahme von Streckmitteln in Cannabisprodukten. Talkum, Zucker, Sand, Glas und Flüssigplastik sind nur einige der Streckstoffe, von denen der Verband zu berichten weis.

Doch der Hammer ist, dass der Verbandssprecher Georg Wurth davon ausgeht, dass “mittlerweile ein Großteil des Cannabismarktes in Europa verseucht” ist. Somit bleibt eigentlich nur die Schlussfolgerung, dass die Holländer für den eigenen Binnenmarkt - in den Coffeeshops gibt es in der Regel sauberes Gras - ordentlichen Stoff anbauen, während für den Export beinahe nur noch dieser Schrott rausgeben wird. Dies wäre eine ganz schön grobe Nummer.

Andererseits, wenn interessiert schon fremdes Elend?

Comments (1) to “Blei kommt mir nicht in die Tüte…”

  1. [...] die Topthemen: Fußball, Kaffeläden und Fahrrad fahren. In Amsterdam & Co sicherlich die cleverste Art sich von A nach B zu [...]

Post a Comment
*Required
*Required (Never published)