Blinde Hühner und das Korn, eine unendliche Geschichte großer Missverständnisse. Ich möchte heute hier die Gelegenheit nutzen Euch meine aktuellen Highlights ans Herz zu legen. Anfangen möchte ich mit einem etwas älteren Schmankerl aus der linken Wochenzeitung Jungle World. Da erklärt Tjark Kunstreich den linken Freunden der Scholle, dass ihre Tarnung als “Kosmopoliten” mehr über ihre eigenen Defekte aussagt, als den Revolutionsfanatikern lieb sein kann:
Unter dem Eindruck der deutschen Wiedervereinigung und des Zusammenbruchs des Ostblocks erlebte der Begriff des Kosmopolitismus eine vorläufige Wiederbelebung. Dem Sympathie heischenden Flirt vieler Linker mit dem erstarkenden Nationalismus wurde Kosmopolitismus als Antidot entgegengesetzt, in der Annahme, man müsse selbst auch positive Begriffe prägen. Aber die, die als Kosmopoliten verfolgt wurden, hätten sich zumeist nicht als solche bezeichnet; eine solche Tradition lässt sich beim besten Willen nicht herbeizitieren. Vielmehr verweist das Bedürfnis nach einer solchen Tradition auf die Unfähigkeit der Linken zum Kosmopolitismus, weil es auf den Wunsch nach einer, und sei es nur historischen, Heimat verweist.
Doch was wahrlich verwundert, auch der Herr Ripplinger trifft in dieser Ausgabe das Körnchen Wahrheit welches er sonst gerne in seinen Schachtelsätzen so mir nichts, dir nichts verschwinden lässt: “Die frisch gebackenen Patrioten steigen aus dem Jet und sagen: »In Timbuktu habe ich mich endlich als ein Deutscher gefühlt. Ich glaube, ich muss einen Hitlerfilm drehen oder eine Konzertreihe zur deutschen Seele dirigieren, ich muss mich definieren.« Wer sich definiert, bleibt in engen Grenzen.”
Sein Kollege aus der Jungle-Redaktion, Ivo Bozic, hat dieser Tage in einem Beitrag mal wieder etwas Schleichwerbung für das neueste Propagandaprojekt der radikalen Linken aus Duisburg gemacht. Ganz ehrlich, ohne Scheiß Ivo, aber den Dreck hättest du wirklich in den Untiefen des World Wide Webs links liegen lassen können…
Ne also ehrlich, da können die Falken-Mädels aus Bismarck - die ihren Freunden mal so richtig die Meinung geigen wollten - sogar besser rappen, als dieser Schmock ausm Pott. Ick bin raus…
PS: Das es im HipHop schon lange nicht mehr um das technische und lyrische Können, sondern um Identität geht, zeigt allein die Tatsache das diese amerikanischen Jungs noch keinen Plattenvertrag haben.