KIZ - Kommunisten in Zivil?
Jestern haben die Rap-Lieblinge des deutschen Feuilleton, KIZ, für Maos Jünger in Berlin ein sogenanntes Solikonzert im KATO gegeben. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Die Veranstalter werden seit Jahren vom Großteil der radikalen Linken boykottiert, da sie bei innerlinken Debatten auch gerne mal gewaltätig werden. Und weil sie bekennende Antisemiten sind:
Seit dem Frühjahr 2004 tritt eine Gruppe überwiegend junger Männer aus Berlin-Kreuzberg und Berlin-Neukölln, die sich selber als antiimperialistisch bezeichnet, wieder unter dem Namen “Antizionistische Aktion” und dem selben, von Kühnen geschaffenen Emblem in Erscheinung. Auf T-Shirts und Transparenten fordern sie die Schaffung eines “Großpalästinas” in den Grenzen des ehemals britischen Mandatsgebietes von 1948 und die Vernichtung des Staates Israel (siehe Geschichte der palästinensischen Autonomiegebiete). Sie gehören der sogenannten “Antiimp”-Fraktion der politischen Linken an und pflegen enge Beziehungen zu einer gewalttätigen maoistischen Partei, die unter den Namen “Revolutionäre Kommunisten” (RK), “Revolutionäre Internationale Kommunisten” (RIM) und “Volkswiderstandsbewegung der Welt” (WPRM World People`s Resistance Movement) auftritt. Ähnlich der neonazistischen Rhetorik Kühnens verkünden sie einen Kampf “der Völker” gegen “Imperialisten” und “Zionisten”, womit die USA und Israel gemeint sind. Für mediale Aufmerksamkeit und längere Auseinandersetzungen innerhalb der deutschen Linken sorgte ein Aufritt der “Antizionistischen Aktion” auf dem Karneval der Kulturen am 30. Mai 2004, bei der sie mit einem eigenen Wagen offiziell unter dem Namen “Aktionsbündnis Mumia Abu-Jamal” teilnahmen. Als zwei Besucher diese “traditionelle” antisemitische Symbolik unter dem Deckmantel des Antizionismus kritisierten, wurden sie aus dem Zug heraus von 15 bis 20 Personen angegriffen. Sie erlitten dabei erhebliche Verletzungen, neben Gehirnerschütterungen, schweren Prellungen und einem Rippenbruch auch einen Messerstich. Dieser Vorfall verschärfte die Auseinandersetzungen zwischen sog. Antiimps und Antideutschen weiter und führte zu Protestkundgebungen und Sympathiebekundungen mit den Opfern des Angriffs.
Service: 17. März 2008 « Freunde der offenen Gesellschaft wrote:
[...] Exploit, Restructure, Enable or Destroy? Wie geht man mit den vorhanden Machtstrukturen. Bad Blog: KIZ - Kommunisten in Zivil? KIZ? Say it isn’t [...]
Posted on 17-Mar-08 at 9:11 am | Permalink