Die Grenzen des Geschmacks
Nachdem mal wieder ein neues Flugblatt zum Thema Palituch die Gemüter erregt, weil es einigen Menschen zu Recht nicht in den Kram passt, dass ressentimentsgeladene Antizionisten mittels schön formulierter Schriftstücke zum Nachdenken bewegt werden sollen, möchte ich hier eine kleine Anekdote dazu zum Besten geben:
Am 7. März war DSDS-Kandidat Max Buskohl am Rande des F6-Music-Award in eine Schlägerei verwickelt. Der Sänger der Gruppe Empty Trash behauptete damals: “Ein Typ ging auf mich los, schubste mich herum. Da wollte ich mich wehren.” Bei der Prügelei schlug der 19-Jährige seinem Gegenüber ins Gesicht, dabei drang ein Zahn des Mannes in die Hand des jungen Musikers. “Der Zahn steckte bis auf den Knochen in der Hand, zerstörte die Sehne!“, lies Buskohl der Presse ausrichten. Nachdem die Wunde zunächst zugenäht wurde, entzündete sich der komplette Arm.
Jetzt, zehn Tage später, veröffentlicht bild.de die Gegendarstellung des Angegriffenen. Der 18-jährige Gymnasiast schildert seine Erlebnisse so: “Plötzlich kam ein Typ aus der VIP-Lounge und beschimpfte uns als ’scheiß Leipziger’ und sagte wir sollen verschwinden.” Nach der ersten Konfrontation zwischen den beiden trafen sie sich eine halbe Stunde später per Zufall wieder. Der Leipziger Schüler sei dem DSDS-Rebell beim Bierholen erneut begegnet. “Da war ein Zelt, da bin ich rein. Und da stand wieder dieser Buskohl. Er trug ein Palästinensertuch. Ich fragte ihn, ob er wisse, dass das ein Symbol der Rechten ist.”
In Reaktion darauf ging der Schläger-Musiker auf den Schüler los. “Es kam sofort ein Faustschlag von ihm. Ich spürte, wie Blut in meinem Mund war, ging zu Boden.” Am Boden sei er noch mehrmals getreten worden. “Wie oft Buskohl zugeschlagen hat, weiß ich nicht. Der Sani sagte, fünf- bis siebenmal.” In der Uni-Klinik Leipzig stellten die Ärzte eine gebrochene Nase und den Verlust zweier Schneidezähne fest. Der Gymnasiast hat Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt.
Fazit: Hoffentlich wird Buskohls Arm bald abfallen wie faules Obst. Und jeder der noch einmal behauptet, dass Palituchträger mit Flugblättern statt mit Fausthieben belästigt werden sollten, nur weil angeblich diese Lumpenscheiße jetzt modisch - und damit unpolitisch ist - der kann sich bei uns im Gym seine Tracht Prügel abholen, die eigentlich dem Träger des schwarz-weißen Feudels gegolten hätte…
Anonymes Wiesel wrote:
Machs nochmal, Max! Antideutschen aufs Maul!
Posted on 18-Mar-08 at 7:19 pm | Permalink
Edward E. Nigma wrote:
Ganz so anonym sind Sie übrigens nicht im Internet, nur mal so als Beispiel hier ihre IP: 78.52.225.155
Geneigte Hacker und die Jungs vom BKA können mit solchen Informationen ne Menge anfangen. Und zu beiden haben “wir” ja bekanntlich einen guten Draht, gell!
PS: Es heisst “Antideutsche aufs Maul“. Mehrzahl ist in “unserem” Fall doch nicht nötig.
Posted on 18-Mar-08 at 7:51 pm | Permalink
Franklin wrote:
Dem Vogel begegne ich öfters in Berlin Steglitz! Ein ganz großer Rebell, läuft am U-Bahnhof Rathaus Steglitz die Rolltreppe die verkehrte Richtung entlang hinunter.
Nächstes mal einach n Bein stellen.
Posted on 18-Mar-08 at 10:00 pm | Permalink
jay wrote:
@Edward E. Nigma
Auch die ganz normalen Bullen koennen mit jeder IP-Adresse und Uhrzeit was anfangen. Da brauchs niemand technisch versiertes und auch keine Hacker. Dass du auf Rechtsstaat und Rechtschreibung abfaehrst sollte die wenigsten ueberraschen.
Rassisten aufs Maul!
Posted on 18-Mar-08 at 10:01 pm | Permalink
78.52.225.155 wrote:
Nein, heißt es nicht. Einzahl und Mehrzahl sind im Dativ gleich, “(dem) Antideutschen auf’s Maul” oder “(den) Antideutschen auf’s Maul“. Das Apostroph ist dagegen Pflicht. 78.52.225.155 auf’s Maul!
Posted on 19-Mar-08 at 1:25 pm | Permalink
Edward E. Nigma wrote:
Vor einigen Jahrhunderten: Einmal auf einem Marktplatz rief Diogenes von Sinope laut: “Kommt herbei Menschen!” Die Leute aber, die auf seinen Ausruf hinkamen, verscheuchte er mit den Worten: “Menschen habe ich zu mir gerufen, nicht üble Schufte!”
Dativ, Genetiv, darum ging es gar nicht. Ob nun Streifenhörnchen, Geheimdienst oder Staatsschutz, auch das war egal. Einzig der Zynismus, war mein Zweck. Rechtschreibung, Rechtsstaat, das sind doch alles nur hohle - und äußerst langweilige - Formeln um ein altes aber unbekanntes Feindbild zu kultivieren…
PS: Das Apostroph ist dagegen Pflicht! Der Philosoph ooch!
Posted on 20-Mar-08 at 6:10 pm | Permalink