Keine Amnestie für die Musikindustrie!

Ja, so schnell kann es gehen: Erst gehasst, dann verdammt und nun vergöttert. 2008 ehrt die Musikindustrie seine bekanntesten Outlaws mit einem Echo für das beste “Live-Video 2007″. Weder die Böhsen Onkelz noch die Guten Onkelz haben damit gerechnet. “Eine rechte Überraschung” titelt laut.de, und trifft damit den Nagel uuffn Kopf.

Galten die Böhsen Onkelz bisher noch ein wenig als Personae non gratae der Branche (siehe Dirk Bachs Reaktion 2001 bei der Echoverleihung), so beweist die Musikindustrie mit der Preisverleihung mal wieder, dass kommerzieller Erfolg jede noch so große Leiche im Keller vergessen lässt. Ob Bushido, Onkelz oder Grönemeyer, völlig egal, musikalische Verbrechen werden einfach damit gerechfertig, dass es genügend Idioten gibt die dafür Geld ausgeben. So einfach ist das im demokratischen Kapitalismus…

Comments (2) to “Keine Amnestie für die Musikindustrie!”

  1. wie süß, ein Moneymaker im ADF-Forum verwechselt deutsche Schlagermusik mit kosmopolitischer Popmusik, ebenso kann er keinen Unterschied erkennen, zwischen in Deutschland beheimateter Verwertungsgesellschaften und der amerikanischen Musikindustrie…

    Naja, vielleicht wird es ihm die Laura noch irgendwann einmal erklären.

  2. Die Onkelz und Bushido sind doch inhaltlich eigentlich ziemlich miteinander verwandt. Schade, dass von den ganzen korrekten Musikjournalisten niemand die Eier hat, das mal laut auszusprechen.

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