Rizzle in Isrizzle, Snoop!
Wednesday, July 30, 2008
“Hebräischer und arabischer Rap haben nichts gemein, weil es keine Parallelen zwischen den Problemem gibt die Juden und Araber hier haben.” erzählt ein israelischer Araber den wissbegierigen Mitarbeitern des von der Bundeszentrale für politische Bildung finanzierten Jugendmagazins fluter in die Kamera. “Rap in den USA handelt heute nur noch von Geld, oder von Frauen, Huren und solchem Quatsch. Der hebräische Rap ist davon beeinflußt…” arabischer Rap dagegen ist anders. Aber zum Glück bekommen die drei Jungs am Ende noch die Kurve und erklären der verduzten deutschen Meute, dass “wir” irgendwie dann doch alle Menschen sind, egal welcher Religion man privat anhängt. Die palästinensische Gruppe, Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel (PACBI), sieht das ein wenig anders, und fordert den amerikanischen Rapper Snoop Dogg auf, einen Auftritt am 18. September in Ramat Gan abzusagen. Die Begründung liefern sie auch gleich mit:
“Wir sind überrascht, dass Sie in Israel auftreten wollen. Wir fordern Sie dringend auf, ihre Pläne abzusagen, so lange Israel palästinensische und arabische Territorien besetzt hält und international verbriefte Rechte der Palästinenser missachtet.”
Nur zu doof, dass nicht wenige amerikanische Rapper überhaupt kein Problem damit haben in Israel aufzutreten. Seit Jahren treten Rapstars aus den USA in Israel auf und berichten immer wieder begeistert von der geilen Atmossphäre bei den Konzerten. Der Wu-Tang Rapper Cappadonna erklärt im Vorfeld seiner Israel-Tour gegenüber der Presse: “Als Amerikaner und Hip Hop-Künstler wollen wir uns mit dem israelischen Volk solidarisch zeigen. Keiner denkt, dass ein hebräisch sprechendes Land etwas mit Hip Hop zu tun hätte, aber die Kultur lebt in Israel, und wir werden die Kommunikation der nächsten Generation fördern.” Tight, alta!
Auch die einheimische Rapszene ist auf dem Vormarsch. “Wurden vor wenigen Jahren noch zwei, drei HipHop-Platten im Jahr produziert, so erscheinen in diesem Jahr 20 Mal so viele. Gruppen schießen wie Pilze aus dem Boden.” schreibt Claudia Frenzel in der Jungle World schon vor vier Jahren. Heute geht noch einiges mehr, wer sich davon selbst überzeugen will, sollte einfach mal bei Youtube ein wenig die Augen offen halten.
Also, Snoop, rizzle in Isrizzle! Die Stock-im-Arsch-Fraktion (1,2) sollte ständig daran erinnert werden, dass Geld, Frauen und ditt dazugehörige Lotterleben die bessere Alternative zu Wüste, Waffen und langer Weile ist.
Auf die Ohren, statt auf die Nase, Biatch:
Remedy performs at birthright israel Mega Mini
Remedy Performing “Never Again” at OSU Hillel
Matisyahu - King without a crown
50 Shekel At The Heeb Magazine Party
Der heutige Gefangenenaustausch zwischen der israelischen Regierung und der Terrororganisation Hizbullah ist ein weiteres Puzzlestück beim freiwilligen Rückzug der Israelis aus dem Nahen Osten. Wer ab heute noch daran glaubt, das es im Bereich des Unmöglichen liegt, die “Juden ins Meer zu treiben”, der ist mehr als nur naiv. Okay, die PLO wird es womöglich nicht sein, der es letztendlich überlassen wird, die letzten Puzzlestücke zusammenzusetzen, diesen Platz an der Sonne wird wohl oder übel die Hizbullah für sich reservieren.
In Bernau war der Bad Blog öfter schon zu Besuch…ob