Neues und Bekanntes…

Das sich gerade in Onlineforen viele Menschen sammeln, die man bei Tageslicht keine drei Meter an sich heran lassen würde, sollte eigentlich bekannt sein. Die Dunkelziffern im gesamten Web dürfte dabei noch weitaus höher liegen, weshalb die bösen Buben des Bad Blogs anonym agieren, da offene Visiere bei Glücksrittern wie uns mitunter ganz schnell zu blauen Augen führen können. Doch genau dieses Unterfangen führt wiederum zu dem komischen Bedürfnis uns doch endlich einmal die (Hollywood)-Maske vom Gesicht zu reißen bzw. wenigstens den einen oder anderen persönlichen Liebling derart zu diffamieren, dass er, sie oder es darauf entsprechend reagiert.

Im Berliner ADF-Forum wird dieser Job erfolgreich von dem Moderator Acess Denied übernommen. Relativ früh hat er sich schon als unsympathischer Zeitgenossen geoutet, ebenso schnell entpuppte er sich als mittelmäßiger Schachspieler, aber am besten ist er immer noch in der Rolle des schlechten Verlierers. In letzter Zeit versucht er uns nun ans Bein zu pinkeln, doch bisher hielten wir es für angebracht ihn lieber ab und zu virtuell beim Schach zu schlagen anstatt öffentlich seinen Urin zu analysieren um ihn anschließend ihm dann um die Ohren zu hauen. Doch aktuell stänkert das fränkische Schlüsselloch den Falschen an…

Auf eine Veranstaltungsankündigung des Bloggers Edward Gran reagiert der linke Blogwart als hätte er es noch in der DDR gelernt mit der denunziatorischen Frage im äußerst gewöhnungsbedürftigen Kumpelslang: “Wieviel Accounts hast du eigentlich hier?” Eine Antwort unsererseits darauf würde dem neu und gierigen Verschwörungstheoretiker wahrscheinlich all die morgendlich verspeiste Kleie aus dem Rachen schießen lassen, weshalb wir vorsorglich darauf verzichten. Aber Edward G. behielt die Kontenance und fragt höflich nach, warum dies eigentlich von Interesse wäre, nachdem er ordnungsgemäß antwortete, dass er nur einen Account sein eigen nennt…

Acess Denied reichte dies nicht aus, seine Spürnase roch Ungereimtheiten an, also hakte er wild entschlossen nach: “Team Bad Bloq doch auch? Bin nur neugierig“…

Ganz ehrlich, neugierig sind wir auch, und zwar ob die Moderatoren des ADF noch bei der Stasi ausgebildet wurden, oder ob es sich bei Acess Denied einfach nur um einen verdammt gewitzten Spitzel aus dem Hause Schäuble handelt. Sein Interesse die Accounts im ADF-Forum gewissen Leuten zuzuordnen kann nur zwei Gründe haben, entweder er verdient damit schmutziges Geld, oder er arbeitet so seine psychischen Problem ab. In beiden Fällen wünschen wir gute Besserung…

Dem geneigte Publikum wollen wir hier natürlich nicht die Antwort von Edward G. vorenthalten:

“Nun ja - wie ich dem “bad blog” entnehmen konnte, schreibt die offensichtlich von Dir erwähnte Person unter “Edward E. Nigma” also ohne “G.” (und wofür das G. bei mir steht, sollte eigentlich bei der Ansicht meines verlinkten blogs klar werden - nämlich für Gran, d.h. Edward Gran).”

Schreibt euch das hinter die Ohren!

PS: Tony Montana im ADF-Forum ist nicht identisch mit dem Bad Boy Tony Montana. Notieren und weiterleiten, Acess Denied, unbedingt notieren und weiterleiten…

Schwarz-Weiß in Farbe

When things cast no shadow, müssen sie den Naturgesetzen entäußert sein. Wer daran schuld ist, wird derzeit auf der 5. Berliner Biennale für zeitgenössische Kunst ausgemacht. Eine schwarz-weiße Antwort in Farbe wurde schon gegeben, weitere werden sich wohl kaum unterscheiden. Der Schuldige ist das Objekt des strukturellen Antisemitismus, der sich auch auf dieser Ausstellung mit der Kritik der politischen Ökonomie verwechselt: Angeblich haben die Kapitalisten den Dingen ihren Schatten genommen. (Continued)

HuckChuckFacts

Wer sich bis jetzt noch nicht ganz entscheiden konnte, wem er im kommenden amerikanischen Wahlkampf die Daumen drückt, für den habe ich eine kleine Entscheidungshilfe im unendlichen Youtube-Universum gefunden. Chuck “The Unbelievable” Norris himself lässt es sich darin nicht nehmen, den ehemaligen republikanischen Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, in seinem Wahlkampf zu unterstützen. Wie einst Dorothy aus Kansas will Huckabee den Großstadtzauberer Rudolph Giuliani besiegen, die böse Hexe, Hillary Clinton, aus dem Rennen werfen um letztendlich im sagenumwobenen Weißen Haus zu landen. Oder so ähnlich.

Mal sehen ob er dieses Märchen in die Tat umsetzen kann. Die Vogelscheuche hat Huckabee ja schon auf seine Seite gezogen, fehlt nur noch ein feiger Löwe und ein kleiner Hund. Der Blechmann ohne Verstand - das zeigen die anderen Youtubeergüsse von Huckabee - ist im Wahlkampfteam schon seit Anbeginn dabei…

Blei kommt mir nicht in die Tüte…

Das Drogen schädlich sind, ja sogar zu einem früherem Ableben führen können hat uns damals nicht nur der ewig nörgelnde Klassenlehrer Herr Paul gepredigt. Es war uns - wie vieles anderes - derbstens egal. Das jetzt aber die schönen Drogen auch noch mit hässlichen Stoffen gestreckt werden, dass konnte sich noch nicht einmal ein Miesepeter wie Herr Paul vorstellen, für ihn waren die Drogen ja schon so schlecht genug. Doch zehn Jahre später ist die Welt eine noch beschissenere, nun sind auch die natürlichen Suchtstoffe schon komplett vergiftet. Und als wäre Sand, feiner Glasstaub nicht schon eklig genug, kam nun folgende Meldung aus Leipzig:

User aus Leipzig berichten über äußerlich unauffälliges Gras, das allerdings beim Zerreiben auf weißem Papier schwarze bleistiftartige Striche hinterlässt (was Marihuana normalerweise nicht tut). Dies könnte ein möglicher Hinweis auf kontaminiertes Gras sein! Vom Konsum solcher Rauchware raten wir dringend ab. Das gleiche gilt, wenn glitzernde Partikel zurückbleiben. Hierbei könnte es sich um Glassplitter handeln.Quelle.

Ob solcher Dreck auch jenseits von Leipzig in den Handel gekommen ist, dass ist bisher noch nicht bekannt. Aber wie wir alle wissen, eine bescheuerte Idee die viel Geld einbringt, findet ganz schnell eine Reihe von Nachahmern. Wie der Deutsche Hanfverband (DHV) beobachtet bestimmt jeder Konsument schon seit Sommer letzten Jahres eine dramatische Zunahme von Streckmitteln in Cannabisprodukten. Talkum, Zucker, Sand, Glas und Flüssigplastik sind nur einige der Streckstoffe, von denen der Verband zu berichten weis.

Doch der Hammer ist, dass der Verbandssprecher Georg Wurth davon ausgeht, dass “mittlerweile ein Großteil des Cannabismarktes in Europa verseucht” ist. Somit bleibt eigentlich nur die Schlussfolgerung, dass die Holländer für den eigenen Binnenmarkt - in den Coffeeshops gibt es in der Regel sauberes Gras - ordentlichen Stoff anbauen, während für den Export beinahe nur noch dieser Schrott rausgeben wird. Dies wäre eine ganz schön grobe Nummer.

Andererseits, wenn interessiert schon fremdes Elend?

Alles eine Frage der Interpretation

Schreber's SemblanceWas will uns der Künstler mit diesem Bild auf der documenta 12 wohl sagen? Möchte er darauf hinweisen, dass Gewalt und Sex in dieser Welt untrennbar miteinander verknüpft sind, dass das brutale Unterjochen des Schwächeren aus nur schlecht sublimierten Sexualtrieben folgt? Spielt er auf den Warencharakter der Kunst an, die weiß, dass sex sells und darauf, dass Kunstwerke ohnehin nur noch zur Distinktion oder aus Profit erworben werden? Oder hatte er arge Konflikte in seiner Kindheit hatte, deren pathologische Folgen sich nun in seiner obszönen Darstellungsweise spiegeln? Einerlei! Wenn so offensichtlich die Stars and Stripes mit Hakenkreuzen versehen und in einen unzweideutigen Zusammenhang gestellt wird, wie dies sonst nur Neonazis, Islamisten und Linksradikale zustande bringen, wird vielmehr ein Einblick möglich in den Geisteszustand des Künstlers sowie der Veranstalter und letztendlich auch des Publikums auf der diesjährigen, der insgesamt zwölften Documenta in Kassel, der weltweit größten Ausstellung für zeitgenössische Kunst. (Continued)

Frieden mit den Mullahs?

Für alle aus Berlin und Umgebung, ein Veranstaltungshinweis:

Europas Kollaboration mit dem iranischen Regime
Podiumsdiskussion mit u.a.:
Henryk M. Broder, Richard Herzinger und Thomas von der Osten-Sacken

Das islamistische Regime in Teheran: Unterdrückung demokratischer Bestrebungen nach innen und aggressivmilitaristische Dynamisierung nach außen. Die Paten des Terrors destabilisieren den Nahen und Mittleren Osten und drohen Israel mit dessen Vernichtung. Gleichzeitig laufen die Geschäfte der Europäer mit dem Iran bestens: Die Bundesregierung beispielsweise steht den deutschen Unternehmen mit Investitionsschutzabkommen und Hermesbürgschaften zur Seite. Und das für Ende 2007 anvisierte 22-Milliarden-Euro-Geschäft der österreichischen OMV AG mit dem Iranwürde Europa auf lange Sicht zum strategischen Partner jener politischen Kräfte machen, die in neuen religiösen und politischen Formen an den Vernichtungswahn des NS-Staats anzuknüpfen drohen. Doch sind es allein ökonomische Beweggründe, die hinter der europäischen Außenpolitik stehen?

Appeasement und Kollaboration mit dem iranischen Regime drohen die europäischen Gesellschaften zusehends zu formieren und zu deformieren. In diesem Zusammenhang soll diskutiert werden, wie weit die »Lust am Einknicken« der Europäer, mithin der Deutschen, die zivilisatorischen und säkular-liberalen Errungenschaften der Aufklärung in Frage stellt. Gibt es im antiwestlichen Hass, gibt es gar im Antisemitismus eine unerklärte Allianz zwischen den Mullahs und Europa? Welche Möglichkeiten bestehen, der Gegenaufklärung in Europa zu begegnen?

MIDEAST FREEDOM FORUM BERLIN
Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Fasanenstraße 79/80, 10623 Berlin
3. September 2oo7, 19:oo Uhr Einlass bereits ab 18:00 Uhr.
Wegen der Sicherheitskontrollen bitte hinreichend Zeit einplanen. (Continued)

Bitchemoves against Gulags

Was halten Sie für schlimmer: autoritäre Forumsmoderatoren (1,2,3) denen es nur um die eigenen Befindlichkeiten geht oder Diskussionsteilnehmer die ihre menschenverachtende Sicht der Dinge zum alleinigen Maßstab (1,2,3,4,5) erheben? Ich kann mich leider heute nicht ganz entscheiden, weshalb ich Sie, geneigtes Publikum zu Rate ziehen möchte… (Continued)

The Sound of the (Counter)Revolution

Man mag es nicht glauben, aber der erste Mai in Berlin wird in diesem Jahr unverhofft doch noch spannend. Nachdem eigentlich klar war, dass neben dem DGB vor allem die antiimperialistische Linke die ganze Zeit über mit ihren Parolen den ach so wichtigen Arbeiterkampf- bzw. -mampftag prägen wird, kommt nun doch etwas Spannung in die Bude. Die Organisatoren haben sich beim revolutionären Musikprogramm ein wenig verkalkuliert. Das Revolutionäre 1.Mai-Bündnis sah sich kurzfristig dazu gezwungen dem Berliner Rapper COLOS 36 seinen Auftritt abzusagen, angeblich weil “Anti-Deutsche Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet” mit Sabotage drohen, sollte der Deutschrapper wirklich bei der Auftaktkundgebung auftreten. COLOS 36 wird vorgeworfen er sei “nicht deutschfeindlich” genug. (Continued)

Hinter den Kulissen…

Punk und Rap haben eines gemeinsam, es ist Musik, die meist von äußerst unmusikalischen Menschen gemacht, und gemocht wird. Würde Theodor W. Adorno noch auf dieser Welt wandeln, so wäre in Anbetracht dessen konsequenter Ablehnung des kulturellen Massenbetriebs, sein Augenmerk ganz bestimmt nicht mehr auf den Jazz gerichtet, sondern auf die beiden jüngsten Spielarten der Kulturindustrie. Am Beispiel des Jazz führte Adorno nur vor, wie die Kulturindustrie Kultur als Ware, als lügnerischen Schein inszeniert, der über die wahren gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnisse täuschen soll.

Vor 70 Jahren waren die heutigen Mainstreamsubkulturen Rap und Punk zwar noch nicht geboren, aber die Kritk an ihnen war schon formuliert. Dies hindert aber leider bisher so gut wie keinen daran, trotzdem seinen geistigen Schindluder unter dem Deckmantel der Musik bzw. der Subkultur zu betreiben. Zwei schlechte Beispiele, ohne einen Zusammenhang… (Continued)

Professor Deutschland in Bernau

eingangAm gestrigen Tage lud das Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der Technischen Universität Berlin (TU) in das kleine Dörfchen Waldfrieden bei Bernau im Nordosten Berlins ein. Waldfrieden ist nicht groß und hat sich bei gefühlten 20 Einwohnern seinen Namen eigentlich redlich verdient. Im Grunde besteht es wirklich nur aus Wald, einem verstecktem Gymnasium, einem Freibad und einem geschichtsträchtigen Gelände, das das corpus delicti der Veranstaltung war und einen das Wörtchen Frieden im Namen zumindest anzweifeln lässt.

(Continued)