Spaß ist, was wir draus machen…

Assi go home! Langeweile kann manchmal den Verstand kosten. Am vergangenen Sonntag torkelten rund 300 Idealisten durch den Prenzlauer Berg um ihr Unverständnis über die strukturellen Veränderung in dem ehemaligen Arbeiterviertel kund zu tun, damit ihnen dabei nicht langweilig wird, war die Polizei ebenfalls vor Ort. Ihre zentrale Parole “Fuck Yuppies” kramten die jugendlichen Berufsdemonstranten ebenso wie ihre Kleidung aus dem schon mehrfach geplünderten Fundus der Altautonomen. Und ganz wie ihre Vorbilder aus den 70er Jahren ist trotz einiger Transformationen der antisemitische Gehalt der Parole erhalten geblieben:

Bubis wird in den Frankfurter Häuserkampf verwickelt: Er gehört zu den Investoren, die für Immobilienprojekte im Frankfurter Westend die Genehmigung der Stadt erwirken, die ursprüngliche Bebauung abzureißen. Bis zu ihrem Abriss vermieten Bubis und seine Partner die Häuser kurzfristig an Studenten. Diese erklären die Häuser für besetzt und weigern sich, sie zum Abriss freizugeben, unterstützt durch Bürgerinitiativen und Politiker. Bubis gerät ins Schussfeld der öffentlichen Kritik und der Medien, er wird als “skrupelloser Spekulant” dargestellt. Er selbst charakterisiert die Kampagne, die sich vornehmlich gegen jüdische Unternehmer richtet, als “Antisemitismus aus der Richtung der politischen Linken”. Erst im Februar 1974 werden die Gebäude schließlich geräumt, Auseinandersetzungen zwischen Studenten und Polizei folgen. Bubis verliert durch die Ereignisse fast sein gesamtes Vermögen und muss das Projekt im Westend verkaufen. Während des Konfliktes legt Bubis seine Ämter in der jüdischen Gemeinde nieder.Quelle.

Zwar ist nicht mehr hauptsächlich der einzelne Spekulant das Objekt der linken Begierde, stattdessen rücken nun die Bewohner der Immobilienprojekte ins Visier der selbsternannten Kiezmiliz. Arthur Schopenhauer meinte einmal dazu, dass “in Deutschland die höchste Form der Anerkennung der Neid” ist, doch auf die Anerkennung meines Werdeganges via eines abgebrannten Autos kann nicht nur ich verzichten. Was schon vor zehn Jahren galt, nur weil man einen BMW oder Mercedes fährt - selbst in Kreuzberg - ist man noch lange kein Bonze, verstehen die Pseudo-Radikalinskis von heute einfach nicht. Ihre geistige Armut aka ihr Neid lässt sie derart dumm aus der Wäsche schaun, das sie sich genötigt sehen, mittels gezielter Brandstiftung, langweiliger Latschdemos und hässlicher Graffitis ihr Selbstwertgefühl wenigstens etwas wieder aufzurichten. Manchmal geht das dann zum Teil soweit, dass auf frisch sanierte DDR-Plattenbauten im Prenzlauer Berg die Anti-Yuppies-Graffitis auftauchen, obwohl nur Menschen mit WBS (Wohnberechtigungsschein) in jenen ostzonalen Arbeiterschließfächern wohnen dürfen….

Das Berlin ohne die unzähligen Zugereisten längst im eigenen Mief abgesoffen wäre, dass vor zehn Jahren niemand außerhalb von der Hauptstadt eine Straße namens Kastanienallee kannte und dementsprechend auch keine internationalen Spezialitäten in Unmengen dem geneigten Publikum feil geboten wurden (war ja niemand da der so etwas überhaupt essen würde), können die linken Kindergarten-Cops wohl einfach aus gewissen Altersgründen nicht wissen. Ebenfalls scheint die Tatsache, dass es in Ostberlin einmal so aussah, wie noch heute in jenen ostdeutschen Kleinstädten aus denen die tapferen Anti-Yuppie-Fighter geflohen sind, komplett an ihnen vorbeigegangen zu sein. Hauptsache der Feind ist definiert, dann kann auch sofort die Direkte Aktion zur Stabilisierung des eigenen Über-Ich starten. Ob das nun gesellschaftlich Sinn macht ist dabei völlig egal. So wie es auch egal ist, dass der Wohnungsmangel schon längst Geschichte ist…

Das Berlin, gerade Ostberlin in den letzten 18 Jahren eine Metamorphose vom hochsubventionierten Mauerblümchen hin zur geilsten Ische im janzen Land gemacht hat, ist beinahe ausschließlich den Neuberlinern zu verdanken. Ob nun Hate-Mag, Reclaim the Sparkasse, auch für Menschen betretbare Fußballkneipen oder kulinarische Genüsse aus aller Welt für kleines Geld, beinahe jede Berliner Sehenswürdigkeit ist ein Importprodukt. Selbst der Fernsehturm ist kein waschechter Berliner. Deshalb hier mein gutgemeinter Rat an all die Demonstranten vom letzten Wochenende: Wer Berlin nicht mag, der sollte Berlin verlassen! Und zwar schleunigst…

PS: Auch wenn es gemeinhin auf schwarz-weiß Aufkleber behauptet wird, gibt es keinen, ich betone, wirklich keinen Zusammenhang zwischen Bar25, der hässlichen Maria mit ihrem Überschuß an Brandenburgern oder dem verranzten Köpikomplex…

Shalom, Biatch!

Wieso mag ich Laura nicht? Weshalb sind in unserem Weltbild die Nazis immer Frauen? Und warum sind alle Menschen eigentlich so doof und lassen sich blutleere Nachahmungen von Unterhaltung servieren, ohne es nur ansatzweise zu bemerken? Keine Ahnung, aber fragen Sie doch einfach mal RoboJew, der kann immer helfen…

Kick it like Ronaldo!

Kaffee trinken, Fluppe schnorren, Zähne putzen, Mageninhalt entleeren und Emails lesen sind Dinge die ich jeden Tag mindestens einmal feierlich als routinierte Rituale des täglichen Lebens zelebriere. Dabei kommt einem so manch köstlicher Leckerbissen ebenso wie die schlimmsten Scheißhaufen unter die Augen, vor allem beim Lesen der Emails. Heute schafften es die Mädels und Jungs vom Bündnis Aktiver Fußball Fans (BAFF) ihren Haufen völlig ungefragt direkt in meine Wohlfühlsphäre zu setzen. In ihrer Mail kritisieren jene “aktiven Fußballfans”, die sich unbedingt in einem eingetragenen Verein organisieren müssen, die von der DFL festgelegten Anstoßzeiten für die kommende Saison in typisch deutscher Manier: “Unter dem Deckmantel der “internationalen Rahmenbedingungen” schafft die Deutsche Fußball Liga (DFL) englische Verhältnisse im deutschen Fußball und widerspricht damit dem, was sie noch vor kurzem den Fans zugesagt hat. Das Bündnis Aktiver Fußball Fans (BAFF) protestiert gegen die fanfeindlichen Anstoßzeiten.Quelle.

So klingt also links angehauchte Globalisierungskritik auf fußballerdeutsch. (Continued)

Muss es ‘heraus’ zum 1. Mai sein?

So wird's einfach laufen...!Gefordert wird ja ‘heraus’ zum 1. Mai: ob nun auf eine der Museumsdemos oder auf das Myfest. Ich weigere mich aber herauszukommen. Es wird ganz bestimmt regnen und selbst wenn es nicht regnet, wird das Wetter bestimmt nicht so gut, wie es sein müsste um noch Überredungskraft zu besitzen.

Ich hab überhaupt keinen Bock auf die bierselige Ochlokratie, die morgen Berlin regieren wird: die deutsche Linke und andere Austellungsstücke in Kreuzberg und Umgebung und der druffe Durchschnittsdeutsche tingelt da und überall sonst auf’m Fahrrad durch die Stadt. Wenn Herrentag und 1. Mai zusammenfallen öffnet sich Pandoras Büchse - da kann auch der Regen nichts mehr ausrichten.

Deshalb die Frage: Was machen denn gescheite Menschen morgen?

Jihad im zweitem Leben

Das die antimodernistischen Anhänger des Jihads gegen den großen und kleinen Satan sich mittels moderner Technik vernetzen und darüberhinaus insgesamt die Neuerungen der Zivilisation für ihre Zwecke einspannen ist schon sehr widersprüchlich. Das nun internationale Terrorismusexperten davor warnen das im Second Life sich womöglich die islamistische Terrorszene trifft um Geld und Informationen auszutauschen klingt wie ein Märchen aus Tausend und einer Nacht. Und trotzdem klingt es plausibel. (Continued)

We walk the line…

Politische Weggefährten sind wie Kaugummis, am Anfang süß und intensiv, einige Jahre später aber dann einfach nur noch geschmacklos. Dies musste ich am Wochenende leider mal wieder aus erster Hand erfahren. Ein alternder Genosse erzählte mir von seinem politischen Comeback, in der gerade neu gegründeten linken Einheitspartei. Eigentlich dachte ich bis dato, dass sich in meinem Bekanntenkreis der Grundsatz, dass man mit 20 Lenzen ja gut und gerne ‘Autonomer’ bzw. ‘Kommunist’ zwecks Identitätsfindung spielen darf, aber das spätestens ab 30 dann damit endgültig Schluß sei, durchgesetzt hatte. Fehlanzeige, mein etwas in die Jahre gekommener Weggefährte war sogar Vereinigungsparteitagsdelegierter(Continued)

We Got Mail!

Lieber Herr nichtidentisches, vielen Dank für die Anfrage.
Wir haben eine E-Mail Adresse aber der Quasiadministrator - moi - kam nicht auf die Idee, diese an prominenter Stelle zu veröffentlichen. Liebesbriefe und Hatemails also in Zukunft einfach an: badblogcom@gmail.com

Chinas Most Wanted…

Chinas Most WantedNun ist es raus: Unser kleines kosmopolitisches Blog wurde anscheinend als großer chinesischer Staatsfeind enttarnt: Nach gut recherchierten Angaben blockiert The Great Firewall of China unsere URL! Eigentlich ziemlich lächerlich. Aber es kann nur eins bedeuten: Die chinesischen Zensoren sind der deutschen Sprache mächtigt und wissen genau wie gefährlich zersetzende Elemente wie wir für das schwächliche chinesische Gemeinwesen sind. Diese Füchse…

Keine Terroristenbabies…

Wenn Sie einen RSS-Reader benutzten und unseren Blog lieber abonnieren, statt ihn regelmäßig zu besuchen, haben Sie heute einen kleinen Artikel zu lesen bekommen, der sie vielleicht erschreckt hat oder verwundert, je nach Lesart.
Bei dem Artikel ging es um diese wunderbare Grafik der New York Times, die einen Eindruck vermitteln soll, wieviele Opfer der Krieg gegen den Terror in einem Monat (30 days) fordert; sicherlich - und das bleibt zu kritisieren - in einer unreflektierten, pazifistischen Absicht, die weder den Irakis noch den Amerikanern weiterhilft, wobei ich auch das, ihnen nicht nachweisen könnte.
Der Artikel hieß “Terroristenmütter mit Babies, oder was?!” und beschwerte sich über Dinge, die jedoch bei weitem dort nicht hineininterpretierbar waren und ich bitte Sie ihn zu ignorieren. Zumindest dürfte das beweisen, dass der Bad Blog nicht von Maschinen in Tel Aviv generiert wird, sondern von Bösewichtern, die auch Fehler machen und diese unüblicherweise auch mal zugeben müssen…

Howto

Es gibt, wie mein Vorredner zeigt, gute Gründe Bösewicht zu sein. Für AnfängerInnen in diesem Metier können 100 gute Tips nicht schaden.

Join the Movement!

Auf dem englischsprachigen Blog Sandstorming werden die neun besten Gründe aufgeführt ein übler Superschurke zu werden. Ich fasse zusammen:

1. Sie haben mehr Freunde
2. Sie können sich endlich einer dieser wahnsinnigen Lachen angewöhnen
3. Urplötzlich haben Sie Unmengen Geld für Unmengen an Gadgets
4. Heiße Frauen stehen auf üble Schurken
5. Sie werden nie Opfer eines landläufigen Todes wie Autounfall o.ä.
6. Keiner kann und wird Sie töten
7. Sie können jeden töten
8. Sie können tragen das unmöglichste Outfit tragen ohne Respektverlust
9. Egal, wie schwach Sie sich fühlen, wenn Sie’s clever anstellen, sind Sie immernoch stärker als der Held

Ausführliche Beschreibung hier

Es stinkt gewaltig…

…und zwar nach Dorf. Der Tratsch mit der Nachbarin über den Zaun, was die und die Frau Meyer-Schulze für Leichen im Keller hat, gehört zum Dorf wie die siffige Kneipe und der örtliche Misthaufen.
Gegen wahnsinnige Antisexisten zu polemisieren und auch noch aus der Hauptstadt zu schreiben, löst bei manchen Antifabloggern ebenso immergleiche Reaktionen aus. Ehe man es sich versieht ist man der Kollektivblog eines szenebekannten Vergewaltigers und anderswo wird von antifaschistischen Szeneplatzhirschen wild spekuliert, was an der Vermutung dran sein könnte. Ähnlich verhält es sich, wenn man steinzeitlichen Kommunisten ans Bein pinkelt: Obwohl der Kontodrucker die immergleiche, deprimierend niedrige Zahl ausspuckt, sollen 3 verschiedene internationale Geheimdienste einen angeblich alimentieren. Mit fanatisierten Deutschrap-Anhängern zu diskutieren, war teilweise müßig aber die bringen einen nicht so schnell ins Irrenhaus, wie die roten Mullahs und ihre tratschsüchtigen Genossen…