Eine Einzelfallprüfung…

Während sich im Prenzlauer Berg gerade die versammelte schwäbische Designerschaar gegen den Yuppie-Vorwurf mittels einer Plakataktion unter der Überschrift “Protokolle der Weisen von Stuttgart” (1) wehrt, verwechselt Spiegel Online die Auflösungserscheinungen der FARC im kolumbianischen Dschungel mit einer israelischen Kommandoaktion. Um in dem Dickicht aus Lügen, Verdrehungen und eiskalten Verschwörungen den geheiligten Himmel noch zu entdecken, braucht es kluge Köpfe mit noch klügerern Gedanken inside, einer davon ist Jenz Steiner, der selbsernannte King vom Prenzlauer Berg:

Zum besseren Verständnis für Aussenstehende: In Berlin hat sich das Wort “Schwabe” als Synonym für einen gewissen Schlag Menschen eingebürgert, der für Bohemian Bourgeois, für Schnösel, Yuppies, Agenturfutzies und hippe Neureiche gleichermaßen benutzt wird. Das ist nicht auf meinem Mist gwachsen. Der Begriff ist inzwischen vollkommen losgelöst von Menschen mit Wurzeln im Schwabenland. Bemerkenswert ist aber, dass jeder vernünftige Berliner beim Hören des Wortes “Schwabe” im übertragenen Sinn stets ein klares Bild eines Menschen im Kopf hat, der nicht gleich zwingend die schwäbische Mundart beherrscht. Mittlerweile geht es mir sogar selbst auf die Nerven, wenn ich das Wort höre.

Nicht das Jenz Steiner einfach nur als Kind etwas zu heiß gebadet wurde, nein er rappt auch noch gar widerlich. (Continued)

Neues und Bekanntes…

Das sich gerade in Onlineforen viele Menschen sammeln, die man bei Tageslicht keine drei Meter an sich heran lassen würde, sollte eigentlich bekannt sein. Die Dunkelziffern im gesamten Web dürfte dabei noch weitaus höher liegen, weshalb die bösen Buben des Bad Blogs anonym agieren, da offene Visiere bei Glücksrittern wie uns mitunter ganz schnell zu blauen Augen führen können. Doch genau dieses Unterfangen führt wiederum zu dem komischen Bedürfnis uns doch endlich einmal die (Hollywood)-Maske vom Gesicht zu reißen bzw. wenigstens den einen oder anderen persönlichen Liebling derart zu diffamieren, dass er, sie oder es darauf entsprechend reagiert.

Im Berliner ADF-Forum wird dieser Job erfolgreich von dem Moderator Acess Denied übernommen. Relativ früh hat er sich schon als unsympathischer Zeitgenossen geoutet, ebenso schnell entpuppte er sich als mittelmäßiger Schachspieler, aber am besten ist er immer noch in der Rolle des schlechten Verlierers. In letzter Zeit versucht er uns nun ans Bein zu pinkeln, doch bisher hielten wir es für angebracht ihn lieber ab und zu virtuell beim Schach zu schlagen anstatt öffentlich seinen Urin zu analysieren um ihn anschließend ihm dann um die Ohren zu hauen. Doch aktuell stänkert das fränkische Schlüsselloch den Falschen an…

Auf eine Veranstaltungsankündigung des Bloggers Edward Gran reagiert der linke Blogwart als hätte er es noch in der DDR gelernt mit der denunziatorischen Frage im äußerst gewöhnungsbedürftigen Kumpelslang: “Wieviel Accounts hast du eigentlich hier?” Eine Antwort unsererseits darauf würde dem neu und gierigen Verschwörungstheoretiker wahrscheinlich all die morgendlich verspeiste Kleie aus dem Rachen schießen lassen, weshalb wir vorsorglich darauf verzichten. Aber Edward G. behielt die Kontenance und fragt höflich nach, warum dies eigentlich von Interesse wäre, nachdem er ordnungsgemäß antwortete, dass er nur einen Account sein eigen nennt…

Acess Denied reichte dies nicht aus, seine Spürnase roch Ungereimtheiten an, also hakte er wild entschlossen nach: “Team Bad Bloq doch auch? Bin nur neugierig“…

Ganz ehrlich, neugierig sind wir auch, und zwar ob die Moderatoren des ADF noch bei der Stasi ausgebildet wurden, oder ob es sich bei Acess Denied einfach nur um einen verdammt gewitzten Spitzel aus dem Hause Schäuble handelt. Sein Interesse die Accounts im ADF-Forum gewissen Leuten zuzuordnen kann nur zwei Gründe haben, entweder er verdient damit schmutziges Geld, oder er arbeitet so seine psychischen Problem ab. In beiden Fällen wünschen wir gute Besserung…

Dem geneigte Publikum wollen wir hier natürlich nicht die Antwort von Edward G. vorenthalten:

“Nun ja - wie ich dem “bad blog” entnehmen konnte, schreibt die offensichtlich von Dir erwähnte Person unter “Edward E. Nigma” also ohne “G.” (und wofür das G. bei mir steht, sollte eigentlich bei der Ansicht meines verlinkten blogs klar werden - nämlich für Gran, d.h. Edward Gran).”

Schreibt euch das hinter die Ohren!

PS: Tony Montana im ADF-Forum ist nicht identisch mit dem Bad Boy Tony Montana. Notieren und weiterleiten, Acess Denied, unbedingt notieren und weiterleiten…

Zirkumflexs Märchenstunde…

Die Vergesslichkeit der Menschen gegenüber Menschenrechtsverletzungen anzuprangern ist ein Schwert welches gerne in der Hand geführt wird, wenn es darum geht etwas moralisch zu evozieren, was man mittels einer logischen Argumentation nicht wirklich erreichen kann. Diese Tour versucht gerade der Blogger Zirkumflex indem er in einem anti-chinesischen Artikel behauptet, dass niemand auf der Welt sich um die unterdrückten Uiguren kümmert, wobei jene doch genauso schlimm unterdrückt werden wie die z.B. die Tibeter.

Die Angst der chinesischen Offiziellen vor islamischen Terroranschlägen dichtet der Autor um, in eine Strategie die gesamte Bevölkerung wahllos zu malträtieren, da bekanntlich Kommunisten so gerne Menschen unterdrücken. Nun mal gänzlich davon abgesehen, dass in der Volksrepublik China kein Kommunismus herrscht, negiert Zirkumflex komplett die Gefahr islamischer Anschläge. Um dies dem Leser plausibel zu machen, betreibt er selbst eine Strategie die er kurz zuvor angeprangert hatte: Er baut auf die Vergesslichkeit seiner Leser indem er behauptet, dass die Verbindung zwischen Al Qaida zu den uigurischen Islamisten nur auf Vermutungen basiert:

“Immer wieder war es in der Provinz zu Anschlägen gekommen, man vermutet bei den uigurischen Aktivisten eine Nähe zu Al-Qaida. Daher verhaftet(e) man in der Provinz willkürlich jeden Verdächtigwirkenden; erst im März war ein uigurischer Geschäftsmann in der Haft “verstorben”. Des Weiteren verbot man das Tragen des Schleiers.”

Woher Zirkumflex die Information hat, dass willkürlich jeder der nur den leisesten Verdacht erweckt verhaftet wird und arme Geschäftsmänner in der Haft versterben, verrät er uns nicht. Ebenfalls wird dem Leser suggeriert das Geschäftsmänner natürlich niemals Terroristen sein können, wobei der Chef des Jihads persönlich, Osama Bin Laden, als Geschäftsmann den international vernetzten Terror überhaupt erst ermöglichte. Doch die Krönung ist das Insistieren darauf, dass das Tragen des Schleiers, im Namen der universalen Menschenrechte, in China doch bitte ermöglicht werden sollte…

Geht`s noch? Da freut man sich, als Universalist, dass das Verbot des Schleiers in der Türkei halbwegs wieder hergestellt wurde, um dann kurz darauf zu lesen, dass irgendein angeblich ach so Liberaler den chinesischen Offiziellen vorwirft, dass diese die Freiheit ihrer Bürger beschränken, wenn sie ihnen verbietet mit dem Stoffetzen im Gesicht herumzumarschieren? Ich glaube es hackt!

Da lob ich mir den Tagesspiegel, der es schafft, trotz liberaler Brille eines, dann doch festzuhalten:

Militante Islamisten mit Bezügen zu Al Qaida und Taliban sind seit Jahren in China aktiv. Betroffen ist vor allem das riesige „Autonome Gebiet“ Sinkiang im Nordwesten, in dem mehr als acht Millionen muslimische Uiguren leben.

Berndt Georg Thamm, Publizist und Referent für Weiterbildung zum Thema Dschihad-Terrorismus für Polizei und Bundeswehr, hat in einem Interview mit Ramon Schack diese Angaben bestätigt:

SZ: Hat man denn im Westen den Dschihad noch nicht als ein globales Problem erkannt?

Thamm: Noch nicht im erforderlichen Ausmaß. Den 11. September sah man im Westen als eine Kriegserklärung, die nur dem Westen galt. Dabei hatte der Dschihad schon viel früher begonnen. Die Hauptschauplätze liegen in Asien und in islamischen Ländern. Russland und China sind potentiell bedroht.

SZ:
Inwiefern?

Thamm: Indem sich Dschihadisten in Asien der Strategie der Islamisierung ethnischer Konflikte bedienen. In China nutzen Islamisten den Konflikt sunnitischer Uiguren und anderer muslimischer Turkvölker mit Peking aus, in Russland den Konflikt sunnitischer Tschetschenen und anderer muslimischer Völker des Nordkaukasus mit Moskau. Der Westen leistet leider diversen Vertretern dieser Gruppierungen Schützenhilfe und unterstützt damit indirekt die Dschihadisten.

SZ: Allerdings nutzen ja auch China und Russland den Kampf gegen den Terror, um Menschenrechtsverletzungen in den betreffenden Regionen zu begehen und zu kaschieren.

Thamm:
Bei dem Buch handelt es sich aber um eine Schilderung des Kampfes gegen den Dschihad aus der Perspektive der erwähnten Staaten. Außerdem ist die westliche Menschenrechtsrhetorik oftmals heuchlerisch. Mit Guantanamo hat der Westen sich selbst nicht gerade ein menschenrechtliches Markenzeichen ausgestellt.

SZ: Warum spielt Zentralasien eine Schlüsselrolle beim Kampf gegen den Dschihad?

Thamm: In den Staaten Zentralasiens sind zahlreiche dschihadistische Aktivitäten zu beobachten. Sowohl aus dem Nahen Osten als auch aus dem Kaukasus und Afghanistan erhalten diese Kreise Zulauf und Unterstützung. Darüber hinaus sind mittlerweile Dschihadisten der turkistanischen Islamischen Dschihad Union in der Region vertreten, die mit Hilfe der al-Qaida ihren Einflussbereich durch Islamisten aus Europa, auch aus Deutschland, erweitern. Inzwischen hat diese Islamische Dschihad Union ihren Einflussbereich massiv ausgebaut. Wir erinnern uns, erst im September war Deutschland nur knapp Anschlägen eines Ablegers, eben jener ursprünglich aus dem pakistanischen Waziristan stammenden Dschihad-Union aus dem Sauerland entgangen.

SZ: Ist man sich in Deutschland der Gefahr bewusst?

Thamm: Israelische Experten staunen immer wieder, wie gelassen, gemessen an dem realen Bedrohungspotential, die deutsche Öffentlichkeit dieser Herausforderung begegnet. Die Israelis arbeiten übrigens aktiv mit den chinesischen und russischen Experten zusammen.

Bleibt noch die Frage, wann endlich auch prowestliche Liberale ihren penetranten Hang zur Einseitigkeit in der Bewertung von Konflikten in und um China herum aufgeben…

Edit: In einem Update treibt es Zirkumflex nun noch bunter: Er beklagt, dass die Muezzine keine Lautsprecher benutzen dürfen um zum Gebet zu rufen und Jugendliche unter 18 nicht in die Moschee dürfen. Dies ist wirklich ein Armutszeugnis…

Es geht um Israel…

Es kam, wie es kommen musste, nachdem einige naive Zeitgenossen die Illusion verbreiteten, dass man um einer fruchtbringenden Debatte willen den “institutionellen Rahmen” der Linkspartei bzw. deren Parteijugend nutzen sollte, um im Herzen der kaltblütigen Bestie vielleicht doch noch ein wenig Empathie für den Befreiungskampf der Israelis gegen den eliminatorischen Islamismus zu entdecken bzw. zu wecken, ist nun das Basiscamp für diese wahnwitzige Mission zum Schweigen gebracht worden. Und zwar von der eigentlich zu bekehrenden Parteijugend mittels eines lapidaren Tagesbefehls… (Continued)

Schwarzbrot für Schwarzafrika!

Als Bösewicht auf diesem Blog hat es man in der ausgesuchten, aber auch unfreiwilligen Recherche mit den Guten dieser Welt zu tun. Weil diese Guten in ihrer Parteinahme für die Unterdrückten und Ausgebeuteten und ihrem Hass auf die Unterdrücker und Ausbeuter die gesellschaftskritischen Grundlagen ihrer Granden verraten und die an Gesellschaftskritik nicht einmal denkenden, wirklich Bösen protegieren. Eigenartig: Obwohl das Leben nicht weniger falsch und das Ganze nicht weniger unwahr ist, scheinen die Guten sogar in der Mehrheit zu sein. Wer macht sich nicht alles Gedanken über den Kampf der Kulturen und den Krieg der Geschlechter? Wer kauft nicht alles Bioprodukte und Energiesparlampen gegen den Klimawandel?

Und schließlich - wer wird nicht alles von Knut findet-alles-gut Elstermann zum Kinomagazin von Radio Eins eingeladen? Jeden Samstag zwischen 12 und 14 Uhr ist der fanatische Fahnder des jungen, deutschen Kinos die erste Adresse für eine Hörerschaft aus junggebliebenen Alt-68ern, Rot-Grün wählenden Gutmenschen-Yuppies und postchristlichen Dekadence-Moralisten sowie für in erster Linie deutsche Filmemacher und Schauspieler mit genau dieser Zielgruppe und genau demselben deutschen Denken.

Heute war der erst zu den Guten konvertierte Christof Wackernagel geladen, seinen neuen Film “Der Weiße mit dem Schwarzbrot” vorzustellen, den die Zitty als “…herrlich politisch unkorrekt, kurzweilig, leicht, humorvoll und subjektiv im besten Sinne” adelte. Dass Wackernagel RAF-Mitglied war und darum 10 Jahre im Gefängnis saß, dürfte schon deshalb bekannt sein, weil er selbst keinen Hehl daraus macht. (Continued)

Lasst uns in Ruhe?

PlakatWenn “Hausbesetzer_Innen, Künstler_Innen und andere Freaks” sich über sogenannte Yuppies in “ihren” Bezirken aufregen, wird’s immer recht pikant. Die eigentlich so welt- und menschenoffenen Linken fordern mit antikapitalistischen Duktus nichts anderes als ihre ganz eigenen befreiten Zonen - die Nazis wollten nicht von dem Anblick eines türkischen Dönerverkäufers behelligt werden, die Anti-Yuppie-Linke will überhaupt nicht behelligt werden. Am Liebsten lebt sie abgeschottet vom Rest der Welt in kollektiv-besetzten Halbruinen zusammen mit ihren Hunden in ranzigen Jugendclubs (oder in ranzigen Jugendclubsurrogats) mit Billigkaffe und Vokü. Es gibt wohl Leute, die zwar jeden der eine muslimische Zwangsehe nicht als Menschenrecht ansieht als Rassisten beschimpfen, selber aber nie aus der Trickfilmwelt ihres Kiezdorfes herauskommen und höchstens zu irgendeinem Krawallaufmarsch mal die hiesige Stadt verlassen. Bei manchen definiert sich die eigene Weltoffenheit scheinbar dadurch sich einmal im Jahr beim Karneval der Kulturen zu besaufen oder Capoeira zu lernen, die antikapitalistisch-korrekte Alternative zu bösem Yuppiesport in hygienischen (pfuiii!) Kommerzmuckibuden.

Eine teilweise berechtigte Kritik an diversen Stadtplanungsprojekten, die keinen Hehl daraus machen, dass bestimmte Menschengruppen nicht mehr im Zentrum einer Weltstadt erwünscht sind und abgeschoben werden sollen, kriegen sie aber nicht auf die Reihe. Sie sind praktisch nur mit ihrem eigenen prekären Selbst beschäftigt. Distinktion ist das große Stichwort, die Gruppe ist da jetzt muss sie nur noch abgeschottet werden. Bei dem uralten Anzugträgerfeindbild “Yuppie” bleibt es ja nicht, für die Kiezlinken sind längst auch die ausländischen Touristen eine bedrohliche Zersetzungsgefahr, die scheinbar genau wie die Yuppies “gefickt” gehört.

Kritik ist ihnen ein Fremdwort, stattdessen wird gemault und genörgelt wie am Stammtisch, darüber das jetzt alles den Bach runtergeht und früher alles rosarot und einfach war. Die Aufrufe lesen sich immer gleich: “Lasst uns in unserem linken Mief in Ruhe!” Immer wieder offenbaren sie wie wenig sie die Realität interessiert: randalierende Jugendliche sind da auf einmal nicht mehr akzeptiert und an allem ist wahrscheinlich die New Economy Schuld. Aus solchen theoretischen Eigenwilligkeiten und einer so ausgeprägten Meckpomm-Mentalität kann sich natürlich kein aufklärerischer Aufruf speisen: inhaltlich lahm, strotzt auch noch alles vor infantilen Neologismen. Außerdem: wer seinen Bezirk nicht verlässt und den Amerikanern wahrscheinlich die Pest an den Hals wünscht, sollte vielleicht auf englische Plakate verzichten. In einem lächerlichen Schulenglisch und mit einer undenkbaren deutschen Arroganz wird da nach “leftwing freespaces” gerufen. Selbst 15-jährige DDR-Zöglinge mit Zwangsrussisch, abgeschottet vom Rest der Welt konnten “Rappers Delight” in ein Mikro rappen ohne ein einziges Wort zu verstehen. Die Yuppie-Hater im 20. Semester fordern mit einer selbstverständlichen Inkompetenz “leftwing freespaces” und meinen damit nicht mehr als eine von links befreite Zone Berlin ohne Vielfalt, ohne Touristen und ohne geweißte Fassaden.

Das Opfer, der Burner…

Antisemitismus von linksDass Amerika angeblich die gleichen Verbrechen verübte, die sie ihrer deutschen Elterngeneration vorhielten, gab den jungen Linken das gerade noch so vehement negierte Vaterland zurück. Im projektiven antifaschistischen Widerstand gegen die USA bügelten sie den nationalen Selbstverlust aus, den Deutschland durch die unvergleichliche Katastrophe des Nationalsozialismus erlitten hatte. Im Kampf gegen Nazi-Amerika konnte man jetzt endlich wieder ein guter Deutscher sein. Der Antiamerikanismus der Linken war die einzig zeitgemäße Möglichkeit, den nationalen Widerstandsgeist gegen die fremden Eroberer zu retten.

Was Richard Herzinger und Hannes Stein hier so vortrefflich im Bezug auf die USA auf den Punkt bringen, gilt ebenfalls für den von Linken verhassten Staat Israel, der passender Weise am 8. Mai diesen Jahres seinen 60. Geburtstag feiern konnte. Im projektiven antifaschistischen Widerstand halluzinieren radikale Linke islamistische Terrorrackets zu legitimen nationalen Befreiungsorganisationen und die Reaktion staatlich organisierter Militäreinheiten zum Terrorismus. Ganz im Gegensatz zu ihrem auserkorenen Vordenker, Leo Davidowitsch Bronstein, sind gerade die Trotzkisten in Sachen Antisemitismus absolute internationale Weltklasse. Doch um endlich zum Angriff überzugehen, muss vorerst die Rolle als verfolgte antifaschistische Unschuld reklamiert werden. David Schultz aka Holger Burner, der Chefrapper der trotzkistischen Vereinigung namens SAV, hat diese Aufgabe - wie man in seinem Blog nachlesen kann - freiwillig übernommen: (Continued)

Argumente statt Betroffenheit…

Es war einmal, vor langer Zeit…

Argumente wurden zu Waffen in einem Streit, der nicht einfach in der nächsten Koalitions- oder “Konsensrunde” aufgelöst werden konnte. Hinter den Kombattanten der Wortschlachten standen symbolisch noch die Armeen zur stellvertretenden Befreiung der Menschheit beziehungsweise zu ihrer Rettung vor den kommunistischen Horden aus dem Osten. Geschichte war kein musealer Begriff wie heute, sondern gesättigte, leidenschaftliche, oft auch schmerzhafte Gegenwart. Es gab noch echte Vertriebene, echte Kommunisten und echte Reaktionäre.

Viele der älteren Protagonisten waren noch in der Ära von Weimarer Republik, Hitlerfaschismus und Weltkrieg groß geworden – ein einzigartiger biografischer wie politischer Referenzrahmen, den kein weißes Betroffenensofa bei “Anne Will” ersetzen kann. Ein Kurt Beck wäre damals allenfalls Kassierer des SPD-Ortsvereins Bad Kreuznach geworden.

Das makabere Credo von der ‘Gnade der späten Geburt’, entpuppt sich in der heutigen Realität als Schimäre:

Aber man darf nicht ungerecht sein. Für die Zeiten, in die jemand hineingeboren und womöglich zum Politiker wird, kann der einzelne nichts. Und: Auch in den vermeintlich “guten alten Zeiten” gab es jede Menge Taktik und Kleinklein, Missgunst und Intrige, Mittelmaß und Peinlichkeit. Der Unterschied: Damals mussten noch allerlei Grundsteine gelegt werden, der Horizont einer anderen Wirklichkeit leuchtete noch in satten Farben.

So machte eine ganze Generation neben allem – unvermeidlichen – Parteienstreit, neben Grabenkampf und spontanem Dampfablassen auf dem Parteitag eine Erfahrung, die durch die Herrschaft des nationalsozialistischen Terrors schon beinah ausgelöscht schien: die Leidenschaft fürs Argument, für die Macht des Wortes und die angewandte Vernunft in einem politischen System, das eben nicht auf Herrschaft, Gewalt und Vernichtungsdrohung aufgebaut sein sollte, sondern auf der Idee vom friedlichen Ausgleich der Interessen, wer will: auf den herrschaftsfreien Diskurs.

Aber lesen Sie einfach selber Mohr…

Schwarz-Weiß in Farbe

When things cast no shadow, müssen sie den Naturgesetzen entäußert sein. Wer daran schuld ist, wird derzeit auf der 5. Berliner Biennale für zeitgenössische Kunst ausgemacht. Eine schwarz-weiße Antwort in Farbe wurde schon gegeben, weitere werden sich wohl kaum unterscheiden. Der Schuldige ist das Objekt des strukturellen Antisemitismus, der sich auch auf dieser Ausstellung mit der Kritik der politischen Ökonomie verwechselt: Angeblich haben die Kapitalisten den Dingen ihren Schatten genommen. (Continued)

Keine Amnestie für die Musikindustrie!

Ja, so schnell kann es gehen: Erst gehasst, dann verdammt und nun vergöttert. 2008 ehrt die Musikindustrie seine bekanntesten Outlaws mit einem Echo für das beste “Live-Video 2007″. Weder die Böhsen Onkelz noch die Guten Onkelz haben damit gerechnet. “Eine rechte Überraschung” titelt laut.de, und trifft damit den Nagel uuffn Kopf.

Galten die Böhsen Onkelz bisher noch ein wenig als Personae non gratae der Branche (siehe Dirk Bachs Reaktion 2001 bei der Echoverleihung), so beweist die Musikindustrie mit der Preisverleihung mal wieder, dass kommerzieller Erfolg jede noch so große Leiche im Keller vergessen lässt. Ob Bushido, Onkelz oder Grönemeyer, völlig egal, musikalische Verbrechen werden einfach damit gerechfertig, dass es genügend Idioten gibt die dafür Geld ausgeben. So einfach ist das im demokratischen Kapitalismus…

Tibets Holocaust. Ein Märchen für Deutsche.

Tibets Holocaust Eine eindringliche Sprecherstimme erklärt beinahe 60 Jahre alte schwarz-weiß Aufnahmen: “Völkermord sollte in Shangri-Lah Einzug halten. Ein Holocaust der den Frieden und die Stille einer Welt zerstörten, die kaum den Lärm einer Maschine kannte und schon gar nicht den eines Maschinengewehrs. Ein Land das ungestört in einem zeitlosen Winkel der Geschichte in sich geruht hatte, wurde durch die Gegenwart aufgeschreckt und erwachte in einem furchtbaren Alptraum. 1949 überfällt das riesige China, das vergleichsweise kleine Tibet. Eine mit modernen Waffen ausgestattete Armee fällt kampferprobt über den wehrlosen Nachbarn her. Gebietsansprüche aus längst vergangenen Zeiten werden ins Feld geführt und die Chinesen erobern in kürzester Zeit, das was sie das Schatzhaus des Westens nennen.

Frieden. Stille. Wehrloser Nachbar. Kampferprobte moderne Armee? Holocaust! So einfach lässt sich die Propaganda zusammenfassen, die auf einer Weltbild-DVD namens “Mystica, die DVD. Die großen Rätsel der Menschheit.” zum Thema Tibet verbreitet wird. Propaganda im Namen eines brutalen feudalen Systems, dass es bis ins 20. Jahrhundert hinein schaffte Zustände wie im Mittelalter in seinem Einflußgebiet aufrecht zu erhalten. Propaganda, die gerade auch wieder ständig im Fernsehen heruntergebetet wird, weil der esoterische Klimbim der tibetischen Buddhisten das Unbehagen vieler Deutscher mit der Moderne versöhnt und gleichzeitig ihre altbackenen antikommunistische Reflexe bedient. Und dann noch dieser süße und schnukkelige Drops namens Dalai Lama. Ja, genau, “dieser Papst für Leute, die zu feige sind, wenigstens an was Richtiges zu glauben, wenn sie schon glauben, glauben zu müssen. wie es Wiglaf Droste einmal so schön formulierte…

Über Jahrhunderte hatten tibetische Mönche chinesische Aggressionen mit den spirituellen Kräften des Friedens abgewehrt. Die revolutionäre Inbrunst der neuen kommunistischen Ordnung erklärte alle Religionen zum Gift. Tibet wurde als rückständige und abergläubige Gesellschaft gesehen, die dringend umerzogen werden musste.

Das in Tibet, seitdem die Gelugpa-Mönchsekte vor beinahe 500 Jahren die Macht übernommen haben, die Menschen in einem feudalen System erniedrigt durch Lamas lebten, die großen Klöster den Hauptanteil des Landes besaßen und das Bildungssystem sowie die meisten wirtschaftlichen Aktivitäten monopolisiert waren, darf hier natürlich nicht erwähnt werden, weil dann die chinesische Besatzung nicht mehr uneingeschränkt als Unrecht angeprangert werden kann. Das neue Opium fürs deutsche Volk würde auch nicht jenen unwiderstehlichen esoterischen Charme wiederspiegeln, wenn öffentlich bekannt wäre, was der nationalsozialistischen Tibetforscher Ernst Schäfer aus der Stadt Phari zu berichten hatte:

So erstickt Phari förmlich im eigenen Auswurf, und nur die Härte des Klimas scheint seine Bewohner notdürftig gegen Pocken, Pest und Cholera zu schützen. In Unrat geschlagene Treppen führen zu den Eingangstüren der stallähnlichen Behausungen hinab, wo sich Menschen und Tiere in trauriger Gemeinschaft gegen die Unbilden der Witterung zu schützen suchen. Ich habe lange genug in Asien gelebt, um gegen Schmutz recht unempfindlich geworden zu sein. In Phari aber kostet es mich doch einige Überwindung, in eine der lichtlosen, entsetzlich riechenden Behausungen hinabzukriechen, die gleichzeitig als Wohnraum, Schlafraum, Küche und Stall dient. Fenster existieren nicht, der Boden besteht aus festgetretenen Kuhfladen, und die Wände glitzern von Ruß und Reif.” (Ein ungeheures Lächeln, Marcus Hammerschmitt, 2001)

Währenddessen schwamm die Mönchselite in Geld- und Sachwerten und brauchte auf keinen Luxus zu verzichten. Schäfer war 1938 auf Befehl des Reichsführers der SS, Heinrich Himmler, in Tibet. Er führte eine Expedition an, die von dem persönlicher Tutor des Dalai Lamas, Jamphel Yeshe Gyaltsen, offiziell im Potala empfangen wurde und über die bisher nur sehr wenig in Erfahrung zu bringen ist. Weder Schäfer, der mehrfach mit dem Regenten sowie hochrangigen Regierungsmitgliedern zusammengetroffen war, noch Jamphel Yeshe Gyaltsen haben in ihren Aufzeichnungen oder in mündlich Überlieferungen über diese Zusammentreffen gesprochen. Stattdessen sprechen andere sehr ausführlich, wie zum Beispiel der Pseudopolitologe Jamyang Norbu auf der Mystica-DVD:

Noch heute ist die Vorstellung über den tibetischen Holocaust sehr ungenau. Eine ähnliche Situation wie bei den Nazis. Die Informationen über das was mit den Juden in den Todeslagern geschah, haben wir erst nach dem zweiten Weltkrieg erhalten als die Archive des Dritten Reiches geöffnet wurden, als alliierte Soldaten die Lager befreiten und die Gräber öffneten. Doch nichts dergleichen ist bisher in Tibet gemacht worden.

Diese Opferolle vorwärts kommt im Land der Opfer natürlich prima an. Sie entspricht nur überhaupt nicht der Realität. In den Verlautbarungen der Freunde Tibets wird immer wieder behauptet, die chinesische Besatzung habe 1,2 Millionen Menschen das Leben gekostet. Nur komisch daran ist, dass erst nachdem die Chinesen zwanzig Jahren lang in Tibet stationiert waren, es überhaupt die erste Volkszählung gegeben hatte. Das Schwarzbuch Tibet: The Facts der Tibetan Young Buddhist Association in Dharamsala gibt sogar zu, es sei durch die “Abwesenheit verläßlicher Bevölkerungsstatistiken die Frage nach der Höhe der gegenwärtigen tibetischen Bevölkerung sowie die Zahl der Getöteten der Jahre 1949 – 1979 verworren es dürfte sehr wahrscheinlich sein, daß es vor 1949 etwa 4 bis 6 Millionen Tibeter gab.” Beim Angriff auf Lhasa im Jahre 1959, behauptet der Dalai Lama, dass siebenundachtzigtausend Menschen während der Gefechte ums Leben kamen. Er suggeriert der Öffentlichkeit dies alles wären tibetische Opfer. Doch laut Report des US Joint Publications Research Service in Washington waren indes drei von vier der insgesamt 65000 Toten Chinesen. Und was die Verharmlosung des Holocaust betrifft, so ist dieser Sport ja nun einmal in Deutschland besonders beliebt. Marcus Hammerschmitt schreibt dazu:

Es ist kein Zufall, daß die Zahl von 1,2 Millionen durch die Chinesen ermordeten Tibetern in Deutschland so unkritisch nachgebetet wird. Berichte über millionenfachen Völkermord, zumal solche, die in irgendeiner Weise „kommunistischen“ Tätern angelastet werden können, finden vor allem in Deutschland begeisterte Aufnahme, weil sie geeignet sind, das über alle Maßen ungeheuerliche des Völkermords an den Juden historisch zu nivellieren. „Die“ waren oder sind also „auch nicht besser“. Die unbewältigte deutsche Schuld sucht verzweifelt nach der Schuld der anderen, und jenseits der ersten Million beginnt immer das große Aufatmen: Wir sind nicht allein so schrecklich gewesen. Dieser tief verankerte sozialpsychologische Reflex sieht sich durch jeden Zweifel an den Millionenzahlen der fremden Völkermorde bis zur Weißglut herausgefordert. Je sachhaltiger diese Zweifel sind, desto wilder müssen ihnen propagandistische Absichten unterstellt werden, desto schamloser wird an den erstunkenen und erlogenen Statistiken der Selbstentlastung festgehalten. So ist es möglich, daß ein Infragestellen der höchst unzuverlässigen und durch keine seriöse historische Forschung belegten Opferzahlen in Tibet mit einer Leugnung des überaus akribisch erforschten, von einer exzellenten Quellenlage begleiteten und durch Geständnisse der teilweise noch lebenden Täter abgesicherten Völkermords an den europäischen Juden gleichgesetzt wird. Als ich auf dem Usenet auch nur zu fragen wagte, wie die Zahl von 1,2 Millionen Opfern chinesischen Terrors in Tibet zustandekommt, wurde mir sofort unterstellt, ich sei eine Art Holocaust-Leugner. Antworten auf die Frage erhielt ich indes keine. Aber auch was die behauptete systematische Folter an Tibetern angeht (oder gar die Existenz von „Folter-KZs“), sind die Belege äußerst dünn.

Und trotzdem wird das Märchen eines Holocaust in Tibet von Generation zu Generation weitergestrickt. Auch unter der fleißigen Mitwirkung liberaler Menschenfreunde, die gerne einmal an Nazideutschland denken, wenn es eigentlich nur darum geht über einen Olympiaboykott zu diskutieren. Obwohl einige unter Ihnen es selbst wissen, dass es wirklich kein “passender Vergleich” ist, kommt statt dem zielsicheren Vergleich mit den Boykottspielen in Moskau, immer wieder das Gespräch auf die “Olympiade ‘36. Dies ist ein deutsches Trauma, welches Neues und Bekanntes, Otto Graf Lambsdorff und ein Herr Karl Schulz in Dormagen miteinander verbindet.

Doch vielleicht macht die Jungs aus Deutschland noch etwas anderes an, vielleicht stehen sie auch darauf, dass die Frauen im Buddhismus einzig und allein nur als Objekte vorkommen. Frauen gelten als nicht erleuchtungsfähig, sie sind Dienerinnen und haben zu gehorchen. “Es ist kein Zufall, daß es in der Macht-Hierarchie des tibetischen Buddhismus nicht eine einzige Frau gibt. Für einen tibetischen Buddhisten wäre beispielsweise die Vorstellung eines weiblichen Dalai Lamas grotesk, und nicht nur deswegen, weil Chenrezig sich niemals in einer Frau reinkarnieren würde, die per se als niedere Daseinsform des Menschen angesehen wird. Die negative Haltung des tibetischen Buddhismus zu Frauen erweist sich besonders in den inneren „Mysterien“ des tantrischen/tibetischen Buddhismus, die allein auf die spirituelle Vervollkommnung des Mannes abzielen, und Frauen dafür nur als Mittel zum Zweck begreifen. Es wird nicht gerne darüber gesprochen, und der Dalai Lama empfiehlt, die Abgründe seiner Religion den Unbefangenen und Uneingeweihten nicht allzu deutlich vor Augen zu führen, aber das spirituelle Endziel des tibetischen Buddhismus – und das unterscheidet ihn von anderen Formen des Buddhismus – bedarf unabdingbar des realen sexuellen Mißbrauchs von Mädchen und jungen Frauen.” schreibt Marcus Hammerschmitt.

Wie das mit der sexualmagisch fundierten Allmacht konkret aussieht, hat ein Lama namens Gedün Chöpel Anfang der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts in einem eigens verfassten Buch eindeutig ausgedrückt:

Die als Sexgefährtinnen in Frage kommenden Frauen müssen bestimmte Kriterien erfüllen: Laut tantrischer Lehre solle die Songyum mit „Anmut und Jugend“ ausgestattet sein und aus gutem Hause stammen. Ihre Haut dürfe nicht zu dunkel und nicht zu hell sein und ihrer Vagina müsse ohne Unterlaß ein Duft wie von verschiedenen Lotusarten oder süßem Lilienholz entströmen. In einem Tantratext werden fünf Arten von Sexgefährtinnen - gerne auch Weisheitsgefährtinnen genannt - unterschieden: Die Achtjährige, die Zwölfjährige, die Sechzehnjährige, daneben die Zwanzig- und die Fünfundzwanzigjährige; jede Altersstufe diene ganz bestimmten Zwecken. Lama Chöpel rät davon ab, „mit Gewalt in ein junges Mädchen einzudringen“, das sich zu sehr wehre; es könne dies die Geschlechtsteile verletzen (was sie womöglich für weitere Praktiken unbrauchbar mache). Ratsam sei es in solchem Falle, sich lediglich zwischen ihren Schenkeln zu reiben. Allemal empfehle es sich, Kinder vor dem Geschlechtsverkehr mit etwas Honig oder Süßigkeiten zu beschenken; ältere Mädchen, so ein Ratschlag an anderer Stelle, ließen sich sehr probat auch mit Wein gefügig machen. Im übrigen sei es durchaus rechtens, ein Mädchen, das die sexuelle Vereinigung verweigere, dazu zu zwingen. Mit Frauen fortgerückten Alters, so die Lehrer des Tantra, solle tunlichst nicht praktiziert werden: ab dreißig gelten Frauen als Manifestationen bösartiger Geister; ab Ende dreißig werden sie nur noch als Hundeschnauze, Saugfresse, Schakalfratze, Tigerdrachen, Eulengesicht und dergleichen bezeichnet.

Wer den Islam als antimoderne Erweckungsbewegung bekämpft, weil er darin eine Bedrohung seines und vieler anderer Leben erkennt, der sollte vor dem tibetischen Buddhismus nicht seine Augen verschliessen. Bisher ist zwar noch kein buddhistisches Selbstmordteam mittels eines Passagierflugzeuges in einen Wolkenkratzer von Shanghai geflogen, aber wie der SPIEGEL ONLINE schreibt wächst die Wut der jungen Tibeter und Gewalt sei kein Tabu mehr. War es ja auch nie. Bis 1958 hatte eine tibetische Untergrundarmee mit Unterstützung der CIA einen brutalen Guerillakrieg geführt. Journalistische Flakhelfer halluzinieren in Tibet ja auch schon mal ein zweites Gaza, logisch, dass in typisch deutscher Manier die Terroristen dabei mal wieder als unschuldige Befreiungskämpfer und die Verteidiger minimaler Freiheiten als die brutalen Terroristen durchgehen werden.

Die Zeit steht einfach still: Krieg ist Frieden. Antiislamisten sind Buddhisten. 2008 ist 1984.


Leseempfehlungen:

Dalai Lama. Fall eines Gottkönigs, Colin Goldner, 1999, Aschaffenburg

Ein ungeheures Lächeln, Marcus Hammerschmitt, 2001, URL

Der freundliche Skinhead, Lizas Welt, 2007, URL

Instant Karma gegen das Reich der Mitte, Jens Berger, 2008, URL

Tibet und der »Pluralismus« der Medien, Peter Richter, 2008, URL

Die Grenzen des Geschmacks

Nachdem mal wieder ein neues Flugblatt zum Thema Palituch die Gemüter erregt, weil es einigen Menschen zu Recht nicht in den Kram passt, dass ressentimentsgeladene Antizionisten mittels schön formulierter Schriftstücke zum Nachdenken bewegt werden sollen, möchte ich hier eine kleine Anekdote dazu zum Besten geben:

Am 7. März war DSDS-Kandidat Max Buskohl am Rande des F6-Music-Award in eine Schlägerei verwickelt. Der Sänger der Gruppe Empty Trash behauptete damals: “Ein Typ ging auf mich los, schubste mich herum. Da wollte ich mich wehren.” Bei der Prügelei schlug der 19-Jährige seinem Gegenüber ins Gesicht, dabei drang ein Zahn des Mannes in die Hand des jungen Musikers. “Der Zahn steckte bis auf den Knochen in der Hand, zerstörte die Sehne!“, lies Buskohl der Presse ausrichten. Nachdem die Wunde zunächst zugenäht wurde, entzündete sich der komplette Arm.

Jetzt, zehn Tage später, veröffentlicht bild.de die Gegendarstellung des Angegriffenen. Der 18-jährige Gymnasiast schildert seine Erlebnisse so: “Plötzlich kam ein Typ aus der VIP-Lounge und beschimpfte uns als ’scheiß Leipziger’ und sagte wir sollen verschwinden.” Nach der ersten Konfrontation zwischen den beiden trafen sie sich eine halbe Stunde später per Zufall wieder. Der Leipziger Schüler sei dem DSDS-Rebell beim Bierholen erneut begegnet. “Da war ein Zelt, da bin ich rein. Und da stand wieder dieser Buskohl. Er trug ein Palästinensertuch. Ich fragte ihn, ob er wisse, dass das ein Symbol der Rechten ist.

In Reaktion darauf ging der Schläger-Musiker auf den Schüler los. “Es kam sofort ein Faustschlag von ihm. Ich spürte, wie Blut in meinem Mund war, ging zu Boden.” Am Boden sei er noch mehrmals getreten worden. “Wie oft Buskohl zugeschlagen hat, weiß ich nicht. Der Sani sagte, fünf- bis siebenmal.” In der Uni-Klinik Leipzig stellten die Ärzte eine gebrochene Nase und den Verlust zweier Schneidezähne fest. Der Gymnasiast hat Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt.

Fazit: Hoffentlich wird Buskohls Arm bald abfallen wie faules Obst. Und jeder der noch einmal behauptet, dass Palituchträger mit Flugblättern statt mit Fausthieben belästigt werden sollten, nur weil angeblich diese Lumpenscheiße jetzt modisch - und damit unpolitisch ist - der kann sich bei uns im Gym seine Tracht Prügel abholen, die eigentlich dem Träger des schwarz-weißen Feudels gegolten hätte…